Wegen Hemmentalerbach: Umweltverbände greifen Stadt an

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Radio Munot

Im Hauental will die Stadt Schaffhausen Bäume fällen, um Hochwasserschutz-Massnahmen für die geplante Neuüberbauung zu realisieren. Mehrere Umweltverbände glauben das nicht.

Bauarbeiten für die neue Wirbelwies-Überbauung. Bild: zvg/Aqua Viva

Die drei Umweltverbände Aqua Viva, Arbeitskreis Fledermausschutz Schaffhausen und Pro Natura Schaffhausen kritisieren die Stadt heftig. Es geht um den Hemmentalerbach. Die Stadt will entlang des Bachs im Hauental Ufergehölz entfernen und Bäume fällen. Das sei laut der Stadt nötig, um Hochwasserschutz-Massnahmen zu bauen, da neben dem Bach zehn Mehrfamilienhäuser und eine Tiefgarage geplant sind.

Die Stadt Schaffhausen sage zwar, dass sie den Hemmentalerbach revitalisieren wolle. Davon könne aber keine Rede sein, wenn entlang des Bachs Bäume gefällt werden sollen. Das schreiben Umweltverbände in einer gemeinsamen Mitteilung. «Es stellt sich vielmehr die Frage, ob die Stadt unter dem Deckmantel einer Revitalisierung dem Steuerzahler Hochwasserschutzmassnahmen für eine private Überbauung aufbrummt», lässt sich Aqua-Viva-Geschäftsführer Hanspeter Steinmetz in der Mitteilung zitieren. 

Die drei Verbände fordern von der Stadt, dass sie die Bäume nicht fällt und es zuvor für die geplanten Hochwasserschutz-Massnahmen ein ordnungsgemässes Verfahren gibt.

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