Pumptrack auf der Breite eröffnet

Autor
Melina Ehrat

Auf der Breite ist ein Pumptrack eröffnet worden. Pro Velo Schaffhausen und Grün Schaffhausen möchten mit dem Projekt Kinder und Jugendliche zum Velofahren animieren.

Testen den neuen Pumptrack auf der Breite (v. l.): Katrin Bernath, Hermann Schlatter und Beat Steinacher. Bild: Melina Ehrat

Vom vierjährigen Mädchen auf dem Kickboard bis zum Profisportler aus Kanada – an der gestrigen Eröffnung des Pumptracks auf der Breite sind alle auf ihre Kosten gekommen. Ein Pumptrack ist ein asphaltierter, hügeliger Rundkurs für Biker und Skater, wie er letztes Jahr schon im Beringerfeld eröffnet wurde. Die Idee für das Schaffhauser Projekt geliefert hat die hiesige Sektion von Pro Velo. Umgesetzt wurde der Bau durch Grün Schaffhausen. Es seien mehrere Standorte in Betracht gezogen worden, bis man sich letztlich für eine zuvor unbebaute Fläche neben dem Schulhaus Breite entschieden hat, erklärt die städtische Baureferentin Katrin Bernath. Dies sei auch ideal, um in Verbindung mit dem neuen Sportplatz des Breiteschulhauses einen Treffpunkt für das Quartier zu schaffen. Die Gesamtkosten für den Pumptrack beliefen sich auf 90'000 Franken, wovon die Stadt zwei Drittel finanzierte. Pro Velo hat 10'000 Franken an Spendenbeiträgen zusammentragen. Das Projekt wurde zudem mit 20'000 Franken aus dem Lotteriefonds subventioniert. Bereits seit dem Ende der zweiwöchigen Bauphase um Ostern sei der Track rege benutzt worden: «Einige der Kinder wollen zum Mittagessen gar nicht mehr nach Hause kommen», so Bernath.

Damit die Freude an der Anlage nicht durch Unfälle getrübt wird, soll in Zukunft eine Tafel am Eingang der Anlage an die Helmpflicht erinnern, den Benutzern Gelenkschoner nahelegen und an die gegenseitige Rücksichtnahme appellieren. Projektleiter Christian Gubler von Grün Schaffhausen sagt dazu: «Gefährlich ist, wenn man einander in den Weg kommt.»

Scheue Fahrversuche der Politiker

Im Anschluss an die Eröffnungsfeier führten drei professionelle Fahrer zur Begeisterung der anwesenden Kinder noch Kunststücke auf dem Pumptrack vor. Einer der Profis, Simon Karrer, ist sogar aus Kanada angereist. Er lobt die Anlage dafür, dass sie für alle Erfahrungsstufen etwas biete: «Ich finde es sehr cool, dass hier in der Schweiz Leute allen Alters den Pumptrack gemeinsam benutzen können.» Direkt nach dem Ende der Show ist die Anlage wieder mit Kindern bevölkert, die eifrig bei den Profis abschauen. Nicht ganz so selbstbewusst wirkten Katrin Bernath, der Präsident des Grossen Stadtrats, Herrmann Schlatter, und der Präsident von Pro Velo, Beat Steinacher, als auch sie einige Runden auf dem Pumptrack drehten. «Ich muss wohl noch etwas üben», lacht Bernath.

«Es gibt Kinder, die jetzt nicht mal mehr zum Zmittag nach Hause gehen», sagt Baureferentin Katrin Bernath im Beitrag von Radio Munot:

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