Pop-up-Klub «Quartier» erwacht für vier wilde Nächte zum Leben

Autor
Jasmin Stihl

«Liebi und Familie im Quartier», so lautet das Motto des Pop-up-Klubs Quartier. Heute Abend ­erwacht die Mühlenstrasse zum vierten Mal. Danach schläft der Quartier-Klub wieder.

Viele der Besucher tanzen in der Haupthalle des Pop-up-Klubs «Quartier». Bild: Julia Leppin

Das Gebäude an der Mühlenstrasse 26 wirkt unscheinbar. Einzig die kursive Anschrift «Quartier» über dem Türeingang, und die Menschenmenge davor, verrät: Hier muss was los sein. Nämlich der Pop-up Event von Tobias Hunziker und Sebastian Waldmeier von Eventmodus. Bereits zum zweiten Mal taucht die Party in Schaffhausen auf, und verschwindet dabei genauso schnell wieder. Denn diese Pop-up-Veranstaltungen finden nur über eine kurze Zeitspanne statt. Klassisch werden dafür leer stehende Räume, zu Klubs, Bars oder Restaurants umgestaltet und unter einem bestimmten Motto bewirtschaftet. Dieses Konzept bietet Luft für ­Exklusivität, denn mit ihrem provisorischen Charme sind die kurzzeitigen Klubs eine Alternative zu ihren langfristigen Geschwistern.

Geschichten für die Ewigkeit

Mit der «Re-Opening-Party» öffnete das Quartier Anfang April wieder seine Tore. Vier Nächte lang wurde im April getanzt und gefeiert. Heute ist der letzte Abend.

«Genau diese Kurzlebigkeit der Pop-ups reizt uns. So bleibt es spannend», sagt Hunziker. «Wir wollen den Besuchern ein einmaliges Kluberlebnis bieten.» Die beiden Veranstalter blieben dem urbanen Konzept des letzten Jahres treu, bei dem Zusammenhalt grossgeschrieben wird. Die Philosophie: Die Leute sollten zusammen Geschichten, nicht für Instagram, sondern für die Ewigkeit schreiben. Doch wie kam dieses Konzept an? «Der Pop-up-Klub traf letztes Jahr den Nerv des Nachtlebens», so Hunziker. Deshalb hätten sie ­beschlossen, auch dieses Jahr das Quartier wieder aufzuwecken. Hunziker sagt: «Auch dieses Jahr sind wir über die mehreren hundert Besucher pro Abend sehr erfreut.» Eventuell werden sie im Herbst wieder das Quartier öffnen. Es sei jedoch noch nichts geplant.

Oldschool-Sound

Der Klub leuchtete am Donnerstag violett von den Schweinwerfern. Der Nebel hüllte die jungen Frauen und Männer ein. Die Barkeeperinnen und Barkeeper schenkten farbige Flüssigkeit in kleine Gläser. Es wurde wild gestikuliert, denn wie so üblich, wurde die Stimme von der Musik übertönt. Die DJs Mack Stax, Pfund 500 und die Bush Bungalows sorgten mit Oldschool-Sound und Hip-Hop-Liedern für Stimmung.

Der Besucherin Nadja Meyer schien die Musik besonders zu gefallen: «Hip-Hop ist voll mein Ding», sagt Meyer. Das Paar Janine Steinemann und Severin Schlehan gehe gerne an solche Events. «An diesen Abenden läuft am meisten», sagt Steinemann.

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