Jungfreisinn tritt bei den Wahlen an

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Schaffhauser N…

Mit zwei Neunzehnjährigen wollen die Schaffhauser Jungfreisinnigen bei den Nationalratswahlen mitmachen. Sie schliessen sich mehreren anderen Jungparteien an, die ebenfalls kandidieren.

Hier wollen die beiden hin: In den Nationalrat.

Die Schaffhauser Jungfreisinnigen haben an ihrer Parteiversammlung ihre Kandidaten für die Nationalratswahlen bestimmt sowie die Parolen für die Abstimmungen vom Mai beschlossen.

Wie aus einer Mitteilung der Partei hervorgeht, wurden zwei Männer nominiert. Gabriel Sonderegger (19) stammt aus Schaffhausen und studiert Maschinenbau an der ETH. Er wolle sich vor allem für eine innovative Zukunft und eine vernünftig finanzierte Altersvorsorge einsetzen, heisst es in der Mitteilung. Jonathan Dotzler (19), zurzeit im Militärdienst, entstammt einer multikulturellen Familie und wuchs in Schaffhausen auf. Er wolle sich für eine liberale und weltoffene Schweiz engagieren, damit auch künftige Generationen auf die Demokratie zählen könnten, heisst es.

Jonathan Dotzler, Nationalratskandidat

Die JFSH ist nicht die einzige Schaffhauser Jungpartei, die antritt. Auch die Junge Grünen, die Junge GLP und die Juso haben bereits ihre Kandidaturen bekannt gegeben. Weil Schaffhausen im Nationalrat nur zwei Sitze hat, und diese von etablierten Bisherigen verteidigt werden, sind die Wahlchancen für die Jungparteien sehr gering. Über Listenverbindungen können sie jedoch ihre Mutterparteien stärken.

Stimmfreigabe für STAF

Für die nationalen Abstimmungen vom 19. haben die Jungfreisinnigen unterschiedliche Parolen beschlossen. Die Vorlage über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) überzeugte die Mitglieder nur beschränkt. Eine Reform sei nach der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III zwar dringend notwendig. Die Verknüpfung der Abstimmungsfrage mit der AHV-Finanzierung stiess jedoch auf Widerstand. Die Jungfreisinnigen Schaffhausen erteilen den Mitgliedern somit Stimmfreigabe für die STAF-Abstimmung.

Gabriel Sonderegger, Nationalratskandidat

Gut geheissen wurde indes die Vorlage zum Waffengesetz. Die Vorteile der Personenfreizügigkeit seien höher zu gewichten als die Nachteile der Waffenbesitzer. Die Versammlung beschloss die Ja-Parole.

Mannhart bleibt Präsidentin

Schliesslich hat sich die Jungpartei an ihrer Versammlung organisatorisch neu aufgestellt. Die Funktionen des Vorstands sind neu definiert und besetzt werden. Präsidentin Meret Mannhart wurde bestätigt. Patrick Fischli bleibt Finanzvorsteher und ist neu Vizepräsident. Die Funktion des Aktuars wird neu durch den Generalsekretär wahrgenommen. Als dieser wurde Ga­briel Sonderegger nach einer Spontankandidatur einstimmig gewählt.

Jonathan Dotzler wurde als Verantwortlicher Medien/Online ebenfalls in den Vorstand gewählt. Die bisherigen Beisitzer Res Hauser und Marcel Montanari wurden bestätigt und werden neu durch Selina Amsler, die bisherige Aktuarin, und Neumitglied Julian Frei verstärkt. (r.)

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