Stadt schliesst 2018 mit Minus von 3 Millionen Franken ab

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Schaffhauser N…

Gestern Sonntag wurde der höhere Steuerfuss vom Stimmvolk abgeschmettert, heute Montag präsentierte die Stadt die Rechnung 2018 - und auch das neue Budget ist bereits da.

In den vergangenen drei Jahren durfte der Schaffhauser Finanzreferent Daniel Preisig jeweils eine Rechnung präsentieren, welche sich sehen lassen konnte. Am Montag musste er aber zum ersten Mal wieder rote Zahlen erklären. Die Stadtrechnung 2018 schliesst mit einem Defizit von -2.9 Millionen Franken. Grund dafür sind die unter den Erwartungen liegenden Unternehmenssteuererträge (- 2.8 Millionen Franken). Dazu kommt ein Mehraufwand von 2.7 Millionen Franken bei den Prämienverbilligungen. 

Das ausgewiesene Ergebnis beträgt nach der Entnahme von 3.8 Millionen Franken aus der Schwankungsreserve 0.9 Millionen Franken. In der Schwankungsreserve bleibt per 1. Januar 2019 ein Bestand von 35.3 Millionen Franken, womit die Stadt gut vorbereitet sei auf die anstehende Steuerreform.

Stabiler Personalaufwand und tiefe Bettenbelegung

Das Personal kostete die Stadt Schaffhausen 2018 106.7 Millionen Franken. Damit liegt man 700'000 Franken unter dem Budget, aber 500'000 Franken über dem Vorjahreswert. Der Personalbestand sank im vergangenen Jahr um 4.3 auf 846.2 Vollzeitstellen. Darin eingerechnet ist der Übertritt der Mitarbeiter des Tiefbauamtes zum Kanton (23.6 Stellen). Auffällig sind die im Vergleich zum Vorjahr um 1.8 Millionen Franken tieferen Taxerträge bei den Alterszentren, welche auf eine tiefere Bettenbelegung im stationären Bereich zurück zu führen sind. Wie in der ganzen Schweiz mache sich auch in Schaffhausen der Trend bemerkbar, vermehrt auf eine ambulante Spitex-Betreuung zu setzen. 

Mehr Investitionen

Der Stadtrat hat sich zum Ziel gesetzt, die Investitionsanstrengungen in den nächsten Jahren stark zu erhöhen. Grossprojekte wie die Entwicklung des Kammgarnareals, das Stadthausgeviert, der Neubau des KSS Hallenbades, die Elektrifizierung der Busflotte und Investitionen in die Schulen und Alterszentren zeigen einen Investitionsbedarf von gegen 200 Millionen Franken in den nächsten zehn Jahren. Um diese aus eigener Kraft finanzieren zu können, brauche die Stadt eine höhere Selbstfinanzierungskraft. Um das zu erreichen, müsse der Aufwand der Erfolgsrechnung weiter stabilisiert werden und es brauche eine erfolgreiche Umsetzung der Steuerreform. (daz)

Finanzreferent Daniel Preisig nennt die wichtigsten Punkte, die zu dem negativen Ergebnis geführt haben.
 

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