«Man kann Menschen glücklich machen»

Autor
Julia Heiri

Unser «Kopf der Woche» ist dieses Mal Luciano Di Fabrizio - er ist Geschäftsführer und Co-Inhaber des Cuba-Clubs und feiert dieses Wochenende 20 Jahre Cuba-Club.

Der Ausgang in Schaffhausen wäre nicht der Ausgang in Schaffhausen, wenn da nicht der Cuba-Club wäre. «Das Cuba», wie die Bar an der Safrangasse von Schaffhauserinnen und Schaffhausern liebevoll genannt wird, kennt die unterschiedlichsten Kunden. Am frühen Abend sitzen hier Leute beim Feierabendbier, am Wochenende ist es Anlaufstelle für Partygänger und solche, die sich mitten in der Nacht auf dem Heimweg noch einen Absacker gönnen. Ja selbst montags ist die Bar ­geöffnet.

Zwanzig Jahre Cuba-Club

Am kommenden Samstag feiert «das Cuba» seinen zwanzigsten Geburtstag. ­Luciano Di Fabrizio ist Mitinhaber und ­Geschäftsführer des Clubs und schon von Anfang an dabei. Nach Abschluss seiner Detailhandelslehre sammelte er erste Gastroerfahrungen in Winterthur und weitere an der Bar im Vorgängerbetrieb des Cuba-Clubs. Als die «Palette» im Oktober 1998 schliesslich als Cuba-Club wiedereröffnet wurde, stieg Di Fabrizio, knapp 30 Jahre alt, in die Geschäftsleitung ein.

An der Gastronomie schätzt Di Fabrizio, damals wie heute, die Möglichkeit, unternehmerisch kreativ zu sein. «Man kann viel bewegen und Neues ausprobieren», sagt er, «und man kann Menschen glücklich machen.»

In den vergangenen zwanzig Jahren habe er einiges mitgestalten können in der hiesigen Gastroszene. So sei via Cuba-Club beispielsweise die Dayparty an Heiligabend etabliert worden. Am 24. Dezember werden jeweils die Safrangasse und Teile der Stadthausgasse für den Verkehr gesperrt, und dann ist tagsüber schon Party angesagt, Schneebar inbegriffen. Teil von Luciano Di Fabrizios Erfolgsrezept: Er sei auf dem Boden geblieben und habe viel selbst gemacht, auch die Büroarbeit. «Man bekommt Entwicklungen schneller mit und verkürzt damit die Reaktionszeit», erklärt er.

Der Vollblutgastronom und Familienvater ist seit ungefähr 30 Jahren im Geschäft. In einer Branche, in der Stress, unregelmässige Arbeitszeiten, Nachtarbeit und nicht zuletzt auch Alkohol zur Tages­ordnung gehören, ist das eine Leistung. «Selbstdisziplin ist das Wichtigste», betont er. Er habe auch sich selbst jeweils klare Regeln gesetzt. «Trägt man die Verantwortung, muss man von Anfang bis Schluss alles unter Kontrolle haben. Erst nach Schluss kann man dann was trinken.» ­Geholfen habe ihm sicher auch seine ­Familie. Fast gleichzeitig mit der Beteiligung am Cuba Club wurde er Vater und trug somit auch privat viel Verantwortung.

Luciano Di Fabrizio hat heute zwei erwachsene Kinder und ein Vierjähriges. In den kommenden Jahren will er sich ­etwas vom Tagesgeschäft zurückziehen und mehr in den Hintergrund treten. Dem Cuba Club wird er aber noch lange ­erhalten bleiben, denn: Ideen hat Di Fabrizio noch viele.

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