SIG rechnet mit negativem bis stagnierendem Umsatzwachstum für 2025

Julian Blatter (jbl) | 
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SIG Sitz mit Logo in Neuhausen, am Donnerstag, 24. Februar, 2022. (Melanie Duchene / Schaffhauser Nachrichten)
Die SIG veröffentlicht die Geschäftszahlen fürs dritte Quartal 2025 und wagt eine Prognose fürs gesamte Geschäftsjahr. Bild: Melanie Duchene

Die SIG rechnet für 2025 wegen der schwächelnden Konsumentenstimmung mit einem negativen bis stagnierenden Umsatzwachstum. Zudem hat der Konzern die Zahlen fürs dritte Geschäftsquartal veröffentlicht.

Die in die Krise geratene SIG Group hat ihre Kennzahlen fürs dritte Geschäftsquartal 2025 (bis 30. September) veröffentlicht.

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Im dritten Quartal machte die SIG einen Gesamtumsatz von 769 Millionen Euro, umgerechnet rund 711,7 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Umsatzrückgang von 3,9 Prozent. Über die ersten drei Quartale hinweg ist der Umsatz im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr um 0,4 Prozent gestiegen.
  • Die bereinigte EBITDA-Marge liegt im dritten Quartal bei 16 Prozent (drittes Quartal 2024: 25 Prozent), über die ersten drei Quartale hinweg bei 21,1 Prozent (Vorjahresperiode: 24 Prozent).
  • Das bereinigte Nettoergebnis liegt bei 16,9 Millionen Euro im dritten Quartal (drittes Quartal 2024: 77,5 Millionen Euro), für die ersten drei Quartale liegt es bei 153 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 197,7 Millionen Euro).
  • Weiter gibt die SIG bekannt, dass sie im dritten Quartal eine einmalige Aufwendung in Höhe von 320 Millionen Euro gebucht hat. Es wird erwartet, dass der verbleibende Teil der Aufwendung in Höhe von 40 Millionen Euro im vierten Quartal gebucht wird, auch im Jahr 2026 werden damit verbundene Mittelabflüsse erfolgen. 
     

Prognose für 2025

Die SIG rechnet damit, dass 2025 – währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen – ein negatives bis stagnierendes Umsatzwachstum erzielt wird. Das Unternehmen führt die Umsatzentwicklung im bisherigen Jahresverlauf auf die schwächer werdende Konsumentenstimmung zurück. Während im ersten Quartal die Absatzmengen von einer positiveren Erwartungshaltung der Kunden hinsichtlich der Konsumnachfrage für 2025 profitiert hätten, habe sich diese Dynamik im zweiten Quartal abgeschwächt. Dies sei zunächst nur in einigen wenigen Märkten zu beobachten gewesen. Im dritten Quartal sei es zu einem deutlichen Rückgang der Aufträge gekommen, da Kunden ihre Lagerbestände an die sich verschlechternde Konsumentenstimmung angepasst hätten.

Fürs Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer bereinigten EBITDA-Marge von voraussichtlich etwa 21 Prozent. Ohne einmalige Aufwendungen wird die bereinigte EBITDA-Marge für 2025 voraussichtlich zwischen 24 Prozent und 24,5 Prozent liegen.

Der Verwaltungsrat schlägt vor, die Bardividende für das Geschäftsjahr 2025 auszusetzen.

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