Das Volk hat entschieden: Neuhausen will Alterszentrum und Park auf der Burgunwiese
Die Neuhauser Stimmbevölkerung spricht sich für ein Alterszentrum und einen Park auf der Burgunwiese aus. Auch der Neubau des Doppelkindergartens Rhenania wird angenommen.
Die Frage, was mit der Neuhauser Burgunwiese passieren soll, scheint endlich beantwortet zu sein: Die Stimmbevölkerung hat sich mit 1734 zu 1541 Stimmen für die Anpassung des Artikels 3a der Gemeindeverfassung ausgesprochen. Das bedeutet, dass auf der Burgunwiese und dem nördlich angrenzenden Grundstück der Burgunvilla ein öffentlicher Park mit einer Fläche von mindestens 9500 Quadratmetern sowie ein Pflegezentrum entstehen soll.
Die Streichung des Artikels wurde mit 1085 zu 1989 Stimmen abgelehnt. Diese Variante entsprach der Motion von Arnold Isliker (SVP). Würde der Verfassungsartikel gestrichen, hätte der Gemeinderat im Rahmen der geltenden Zonenordnung frei über die Nutzung der Burgunwiese entscheiden können.
Wären beide Vorlagen angenommen worden, wäre die Stichfrage mit 697 zu 1990 Stimmen zugunsten der Variante 2, Anpassung des Artikels, ausgefallen.
Das Ja zur Änderung des Artikels hat nun zur Folge, dass die Stimmbevölkerung in einer weiteren Abstimmung über die Vergabe des Baurechts an die öffentlich-rechtliche Anstalt Alterszentrum und Spitex Neuhausen am Rheinfall entscheiden muss. Gleichzeitig wird dem Stimmvolk eine Kreditvorlage für den öffentlichen Park vorgelegt.
Ja zum Neubau des Doppelkindergartens Rhenania
Deutlich weniger umstritten war die Frage um den Neubau des Doppelkindergartens Rhenania. Mit 2678 zu 860 Stimmen hat die Neuhauser Stimmbevölkerung diese Vorlage angenommen.
Am Standort des bisherigen Kindergartens Rhenania soll bis in zwei Jahren ein neuer Kindergarten entstehen, der vom Neuhauser Architekturbüro Berger Hammann Architekten AG entworfen wurde. Es handelt sich um einen eingeschossigen Holzbau, der rund 3,1 Millionen Franken kosten soll. Der Gemeinderat rechnete eine Kostenungenauigkeit von 10 Prozent hinzu, weshalb über einen Betrag von rund 3,4 Millionen Franken abgestimmt wurde. Noch ist offen, in welchem Umfang der Kanton Schaffhausen sich beteiligt, der Gemeinderat geht jedoch von einem Beitrag von circa 400'000 Franken aus.
Der neue Kindergarten soll zum Beginn des Schuljahres 2028/29 genutzt werden können. Die Kindergartenkinder können während der Bauzeit im bestehenden Provisorium Schönegg unterrichtet werden.