Zwei Kandidatinnen für freie Ämter

Autor
Andreas Grossmann

Am 19. Mai finden in Wilchingen Ersatzwahlen für statt. Mit Biljana Cubra und Corina Schläpfer kann das Findungskomitee zwei Kandidatinnen präsentieren.

Die Ersatzwahlen finden am 19. Mai statt.

Ende 2018 gab Sozialreferent Walter Linsi seinen frühzeitigen Rücktritt aus dem Gemeinderat bekannt. Das überparteiliche Findungs­komitee, bestehend aus Vertretern der Ortsparteien und Interessensvertretern der zwei Dörfer Wilchingen und Osterfingen, ist nach längerer erfolgloser Kandidatensuche nun fündig geworden. Mit Biljana Cubra stellt sich eine junge Frau für die Nachfolge Linsis zur Verfügung. Die ausgebildete Kauffrau hat die Lehre auf der öffentlichen Verwaltung des Kantons Schaffhausen absolviert. Sie ist mit staatspolitischen Abläufen vertraut, jedoch ein Neuling in der Gemeindepolitik. «Ich möchte mich der Herausforderung stellen, politisch für die Gemeinde Wilchingen aktiv zu sein», sagt sie. «Von verschiedenen Bürgern wurde ich auf die Ersatzwahl hingewiesen. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke: Das könnte interessant für mich sein.» Was will die Mutter zweier Kinder, die vielen noch als Privatkundenberaterin der ortsansässigen Bank bekannt sein dürfte, in einer möglichen Amtszeit bewegen? «Mir ist bewusst, dass mich als Mitglied einer ­Exekutivbehörde viel Verantwortung erwartet, aber als junge Frau, Teilzeitangestellte und grosser Familienmensch würde ich viel positive Energie und Elan in den Gemeinderat bringen.» Ohnehin ist es ihr ein Anliegen, die Generationen noch mehr miteinander zu verbinden.

Cubra ist in Wilchingen aufgewachsen: «Meine Kindheit hier war wunderschön», sagt sie. «Ich war aktiv in Turnvereinen, ging wöchentlich in die Bibliothek und im Winter schlitteln bei der Kirche St. Othmar. Im Sommer besuchte ich die Haslacher Badi. Für mich hat Wilchingen alles, was ein qualitatives und glückliches Leben ausmacht. Dass unsere Kinder jetzt auch hier aufwachsen dürfen, ist für mich ein Privileg.»

Als Herausforderung in seinem Referat sieht Walter Linsi unter anderem die womöglich bald anstehenden Wechsel der Altersheim- und Pflegedienstleitungspositionen – beide aufgrund fortgeschrittenen Alters. «Ich will meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin ermöglichen, die Personalbesetzung von Anfang an mitzuprägen», sagt er. Definitiv wird das Referat erst nach der Wahl festgelegt.

Nachfolge auch in Schulbehörde

Ende März gab ausserdem Schulpräsidentin Martina Gerber per Ende Schuljahr ihren Rücktritt bekannt. Corina Schläpfer, Mutter zweier schulpflichtiger Kinder, in Wilchingen wohnhaft und aufgewachsen, stellt sich zur Verfügung. Die ausgebildete Kauffrau und Sachbearbeiterin Personal ist seit über drei Jahren Mitglied der Schulbehörde und hat in den letzten zwei Jahren das Sekretariat geführt. Für ihre jetzige Position wird ebenfalls eine Nachfolgerin gesucht werden müssen. «Mir liegt die Schule am Herzen», sagt sie. «Durch die Schulleitung mit Kompetenzen verändert sich die Schulbehördenarbeit. Das Präsidium bleibt aber ein wichtiger Posten, spannend und herausfordernd.» Ein wichtiges Thema im Schulbereich sei die künftige Schulraumstrategie. Seit drei Jahren sitzt Schläpfer in der entsprechenden Kommission. Wilchingen muss derzeit zudem einen Ersatz für OS-Schulleiter Christoph Greminger suchen. Er geht per 31. Juli. Ohne das wegfallende Unterrichtspensum bot ihm das verbleibende Schulleitungspensum von 30 Prozent keine Existenzgrundlage mehr.

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