117 Kilogramm Marihuana am Thaynger Zoll sichergestellt – jetzt hat der Fahrer aus Belgien ein Verfahren am Hals
Mitte Juni wollte ein belgischer Fahrer via Thaynger Zoll nach Deutschland einreisen. Beim Zollamt Bietingen legte er einen Versandschein zur Durchfuhr von Waren aus der Schweiz nach Tschechien zur Abfertigung vor. Bei der Warenbezeichnung wurden die Beamten stutzig: «Dried Hemp Flowers» stand da, übersetzt «Getrocknete Hanfblüten».

Aus diesem Grund nahmen die Zöllner den niederländischen Sprinter etwas genauer unter die Lupe. Und tatsächlich: Im Fahrzeug fanden sie 17 Pakete mit insgesamt 115 vakuumierten Plastikbeuteln Marihuana. In der Summe rund 117 Kilogramm Drogen. Sie wurden aus den USA über den Flughafen Zürich in die Schweiz transportiert und waren für einen Empfänger in Tschechien bestimmt, schreibt das Hauptzollamt Singen in einer Mitteilung.

Drogen sichergestellt – Strafverfahren gegen Belgier
Eine Erlaubnis für die Durchfuhr des Cannabis konnte der Fahrer nicht vorlegen. Das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis sieht nur wenige Ausnahmen vor, etwa wenn das Marihuana für nachweislich medizinische Zwecke genutzt wird. Ansonsten ist die Ein-, Aus- und Durchfuhr nach beziehungsweise durch Deutschland verboten.
Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet, die weiteren Ermittlungen wird die Staatsanwaltschaft Konstanz führen. Das Marihuana wurde derweil sichergestellt. Es ist bereits der zweite grössere Cannabis-Fall in kurzer Zeit: Erst Ende April entdeckte eine Zollstreife in der Nähe des grenznahen Blumberg bei einer Stichprobenkontrolle 50 Kilogramm Marihuana in einem Auto. In acht Müllsäcken mit insgesamt 47 Beuteln befanden sich die Drogen im Kofferraum, in der Reserveradmulde und im Fussraum vor den Rücksitzen.
