BAG meldet 8737 Fälle für das Wochenende

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Das Bundesamt für Gesundheit hat seit der Beginn der Pandemie noch nie so viele Fälle vermeldet wie in den letzten Tagen. Bild: Pixabay

Hier finden Sie jeweils die aktuellsten Fallzahlen und Statistiken zur Ausbreitung der Corona-Pandemie in Schaffhausen und der gesamten Schweiz. Das Schaffhauser Gesundheitsamt publiziert die aktuellen Fallzahlen aus dem Kanton von Montag bis Freitag jeweils zwischen 9 und 11 Uhr, das Bundesamt für Gesundheit folgt mit den schweizweiten Zahlen zwischen 12 und 14 Uhr. Am Wochenende werden keine Fallzahlen publiziert

 

Das Gesundheitsamt des Kantons Schaffhausen hat am Montagmorgen die aktuellsten Fallzahlen publiziert. Über das Wochenende sind 34 neue Fälle dazu gekommen. Bereits am Freitag wurden elf positive Tests vermeldet.

Im Kantonsspital wird aktuell nur ein Corona-Patient auf der Isolationsstation behandelt.

Zu Hause isoliert sind insgesamt 70 Personen – 17 mehr als am Freitag und so viele wie noch nie zuvor in Schaffhausen. Aufgrund eines Kontakts zu diesen positiv getesteten Personen sitzen aktuell 261 Personen ihre Quarantäne ab – 100 mehr als noch am Freitag. Auch das ist Rekord. 178 weitere Personen müssen zurzeit zu Hause bleiben, weil sie aus einem Risikogebiet eingereist sind. 

 

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Montagmorgen die Fallzahlen des Wochenendes publiziert. 8737 Personen wurden in 72 Stunden positiv  getestet. Dabei wurden 54'185 Tests durchgeführt. Die Positivitätsrate lag bei 16,1 Prozent. 171 Personen mussten hospitalisiert werden und 14 Personen verstarben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. 

In Isolation befinden sich im ganzen Land zurzeit 7367 Personen. Sie haben 13'039 Kontakte in Quarantäne. Zusätzlich sind derzeit 12'015 Personen in Quarantäne, weil sie aus einem Risikogebiet in die Schweiz eingereist sind. 

Der aktuelle Lagebericht des Kantons Schaffhausen zeigt, dass auch hier die Fallzahlen nach oben gehen: So verzeichnete Schaffhausen in der letzten Woche mit 33 Neuansteckungen (Vorwoche: 19 Ansteckungen) einen neuen Höchstwert. Die durchschnittlichen Fallzahlen der letzten Woche betragen 4.7 Fälle pro Tag – der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Zum Vergleich: in der Vorwoche lag dieser Wert bei 2.7 Fälle pro Tag. Im 14-Tage-Schnitt wurden mit knapp 65 Neuansteckungen (pro 100’000 Einwohner) der Schwellenwert der Klassifizierung von Risikogebieten des BAG erstmals überschritten. Trotzdem hat Schaffhausen immer noch die viertniedrigste Quote aller Kantone und ist nach wie vor der Kanton mit den tiefsten Fallzahlen pro 100'000 Einwohner seit Beginn der Pandemie.

Die Anzahl Personen in Isolation stieg dabei weiterhin stark an. Die Anzahl Personen in Quarantäne ging leicht zurück. Grund dafür ist hauptsächlich der Ablauf der Quarantänefrist jener Personen, welche Kontakt mit einer Mitarbeiterin der Kinderkrippe Forsthaus hatten. Laut Lagebericht funktioniere das Contact Tracing zwar noch einwandfrei, stand jedoch zeitweise nahe der Kapazitätsgrenze. Um auch einen allfälligen weiteren Anstieg der Fallzahlen reibungslos abdecken zu können, wurde der Zivilschutz zur Unterstützung des Contact Tracing Teams aufgeboten.

Im Kantonsspital Schaffhausen wurden in der letzten Woche insgesamt drei neue Personen hospitalisiert. Davon wurde eine bereits wieder entlassen. Positiv zu sehen ist hingegen, dass auf der Intensivpflegestation (IPS) seit dem 14. August kein Covid-19 Patient mehr behandelt werden musste.

Das könnte auch am Alter der Infizierten liegen: Das Durchschnittsalter der positiv getesteten Personen der letzten Woche beträgt 41.2 Jahre. Dies liegt knapp unter dem bisherigen Durchschnittsalter von 43.5 Jahren. Somit waren die meisten Ansteckungen bei Personen zwischen 20 und 60 Jahren zu finden. Trotzdem wurden in der letzten Woche 4 Personen über 70 Jahre positiv getestet.

Die Anzahl der Covid-19-Tests stieg ebenfalls an – und damit auch die Positivitätsrate: Bei 585 durchgeführten Tests binnen einer Woche, ebenfalls ein neuer Rekord im Kanton, stieg diese auf 5.6 Prozent. Vor zwei Wochen lag die Rate noch bei unter 1 Prozent. In der letzten Woche wurden insgesamt 109 (+35) Tests in Apotheken und 18 (-5) Tests in Arztpraxen durchgeführt. Die Testkapazitäten sollen weiter ausgebaut werden, auch mit Blick auf die kommende Grippesaison.

Die Nachverfolgung gestaltete sich in der vergangenen Woche schwierig: So gelang dies bei nur knapp der Hälfte der Neuansteckungen. Davon hatten sich die meisten Fälle im privaten Umfeld oder im eigenen Haushalt angesteckt. Der grösste Teil davon befand sich bereits in Kontaktperson Quarantäne.

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Kommentare (7)

Michael De Caprio Mo 19.10.2020 - 22:23

Warum kam die Maskenpflicht in Schaffhausen nicht früher?
Warum führt Ihr nicht endlich bussen ein, das versteht niemand, grad heute war ich in der Migro s vorstadt und es waren wieder welche ohne Maske oder unter dem Kinn, das kann doch nicht so schwer sein eine Maske richtig zu tragen. Tut es dem Pflegepersonal zu Liebe, weil am Schluss sind es dijenigen wo unsere Leben retten, tragt wenigstens OP Masken oder besser FFP2, den so kann es in der Schweiz ja nicht weitergehen, jetzt muss man hart zu sich selbst sein um sich und andere zu schützen

Michael De Caprio Sa 17.10.2020 - 22:39

es wird mehr getestet das ist klar aber handelt Ihr Lieben Politiker und es ist glaub 5 vor 12 hei ei ei und führt endlich bussen ein andere Länder mache das
in der Schweiz darf man und wird nicht gebüsst, das kann es nicht sein, ich bitte euch denkt mit dem Handel an das Pflegepersonal in Spital

Michael De Caprio Fr 16.10.2020 - 20:26

und ich wpnsche mir noch weng strengere Massnahmen und vorallem ein Obligatorium für eine Kontaktliste in den Restaurants.
Wen man denkt wie das Deutschland hand habt mit Bussen, alleine die Stadt München hat fast 1,5 Millionen an Bussgeldern eingenommen anders lernen es die einen oder anderen nicht.
und vorallem denke ich immer an das Spitalpersonal die ein super Job macht und man denen zuwenig Komplimente macht und die im ernstfall unsere Leben retten, deshalb sag ich immer, man muss konsequent Maske tragen um unsere sicherheit und dem Spitalpersonal ein gefallen zu machen, und der <Bundesrat sollte endlich mal den Flickenteppich aufheben und was tun.
Kontrolliert die Center, ob Maske getragen wird nicht wie in Zürich da schaut niemand
Leider
in Italien wird massiv gebüsst

Michael De Caprio Mi 14.10.2020 - 22:13

Hoffen wir das es noch nicht zu spät ist, ich rede nicht nur für mich sondern für die Gesundheit aller
Die Schweiz hat es fertiggebracht pro kopf mehr zu haben als die USA und der erste Spital ist schon am Anschlag was ist da passiert und falsch gelaufen, nicht einmal alle Kantone eine Maskepflicht und die Restaurant s müssen nicht einmal überall eine kontaktliste führen wo gibt es den sowas
und das in der sogenannten reichen Schweiz,
Natürlich testet man mehr wie am Anfang.
Aber nun was meint Bern dazu Schaffhausen war so gut dran bei 150 hätte die Maskenpflicht kommen müssen

Michael De Caprio Mi 14.10.2020 - 05:53

Es Fahren ja immer noch Leute im Bus ( VbsH ) ohne Maske haben es anscheinend noch nicht alle verstanden. oder wie man eine Maske trägt nicht unter der Nase oder unter dem Kinn.
Ist mega waren bis August so mega dran und haben innerhalb 3 Monaten so viel vorsprung liegen gelassen 1 auch durch s Reisen, war es nicht möglich weniger in die Ferien zu gehen?
Maskenpflicht in Schaffhausen Top und Masken sind heutzutage sehr günstig geworden verglichen mit dem Anfang

Peter Reich Mo 12.10.2020 - 15:43

Ja leider ist es so, dass all diese Fallzahlen auf einem völlig fehlerhaften PCR-Test beruhen. Es ist deshalb absolut sinnlos vor allem an gesunden Symptom losen Menschen solche PCR-Tests durchzuführen. So produziert man nur eine Labor Pandemie! Zum Glück gibt es jetzt immer mehr sehr kompetente Wissenschafter die diese getroffefenen Corona Massnahmen in Frage stellen, und dies auch kompetent begründen. (https://gbdeclaration.org/die-great-barrington-declaration/)

Heinz Stolz Mo 24.08.2020 - 14:09

Ich wünschte mir, dass man die Infektionszahlen ins Verhältnis mit den positiven Tests setzt. Im März war die 16%, im Juni 0,64%. Zudem sollte man die Fehlerquote der Tests berücksichtigen, die relativ hoch ist. Man wird nie auf 0% negative Tests kommen wegen der Fehlerquote. Je mehr Tests umso mehr scheinbar Infiszierte... davor hat sogar Herr Spahn gewarnt, vor dem falschen Bild bei vielen Tests..

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