Gemeinde warnt vor Greifvogel-Angriffen wegen Brutzeit – das müssen Sie beachten
Im Bereich Geisslibach zwischen Basadingen und Schlattingen ist derzeit erhöhte Vorsicht geboten. Dort brüten aktuell Greifvögel, die während der Brut- und Aufzuchtzeit von April bis Ende Juli ihr Revier und insbesondere ihren Nachwuchs konsequent verteidigen. Vor allem für Joggerinnen und Jogger kann es dadurch zu kritischen Situationen kommen.
Wie die Gemeinde Basadingen-Schlattingen mitteilt, ist derzeit am Geisslibach besondere Vorsicht geboten. Denn in diesem Bereich zwischen Basadingen und Schlattingen brüten aktuell Greifvögel. Während der Brut- und Aufzuchtzeit von April bis etwa Ende Juli verteidigen die Tiere ihren Horst sowie ihre Jungvögel aktiv.
Die Brutzeit ist für Greifvögel eine besonders sensible Phase. Insbesondere für Joggerinnen und Jogger besteht in diesem Zeitraum ein erhöhtes Risiko, von einem Greifvogel angeflogen oder attackiert zu werden.
Erhöhte Vorsicht für Joggerinnen und Jogger
Wenn ein Jogger im Laufschritt auf ein Nest oder auf am Boden sitzende Jungvögel zukommt, wirkt das konstante, schnelle Tempo auf den Greifvogel wie ein gezielter Angriff. Der Vogel verteidigt daraufhin seinen Nachwuchs rein instinktiv. Durch die Auf- und Abbewegungen des Kopfes beim Laufen sowie das Schwingen der Arme wirkt die menschliche Silhouette auf den Vogel dynamisch und aggressiv. Der Greifvogel reagiert darauf mit seinem natürlichen Schutzverhalten.
So verhalten Sie sich richtig
Folgende Tipps gilt es zu beachten, wenn Sie einen Vogelangriff vermeiden möchten:
Tempo reduzieren: Wechseln Sie vom Laufschritt in den Gehschritt. Ruhige Bewegungen signalisieren dem Tier, dass keine Gefahr besteht.
Kopf schützen: Tragen Sie eine Mütze oder ein Cap. Sieht der Greifvogel Haare, vermutet er darin häufig einen natürlichen Feind.
Arm oder Gegenstand hochhalten: Greifvögel greifen meist den höchsten Punkt an. Ein erhobener Arm oder Stock lenkt die Aufmerksamkeit vom Kopf weg.
Was gilt für Spaziergänger und Velofahrer?
Spaziergänger bewegen sich langsam und berechenbar. Der Greifvogel stuft sie in der Regel nicht als unmittelbare Gefahr ein, sondern als normalen Teil der Umgebung, solange sie dem Nest nicht zu nahe kommen. Velofahrer sind zwar schnell unterwegs, haben jedoch eine eher starre und gleichmässige Silhouette. Die für Jogger typischen Auf- und Abbewegungen des Körpers fehlen, weshalb sie von Greifvögeln grundsätzlich nicht als Bedrohung wahrgenommen werden.