Lädelisterben trotz Einkaufstourismus: Auch in Singen schliessen immer mehr Geschäfte
Die Singener Innenstadt ist trotz Einkaufstouristen aus der Schweiz vom Lädelisterben betroffen. Rund 15 Prozent aller Geschäfte stehen aktuell leer, was auch die Singener Politik beschäftigt. Diese Massnahmen sollen helfen.
Nicht nur in Schaffhausen sterben die Geschäfte in der Innenstadt weg: Auch in Singen zeigt sich ein ähnliches Bild. 26 Geschäfte, oder 15 Prozent aller Läden, stehen aktuell leer, wie der «Südkurier» berichtet. Auch gut gelegene Flächen blieben mittlerweile über längere Zeit unvermietet, so die Zeitung, was das Problem noch sichtbarer mache.
Zwar profitieren die Geschäfte vom Einkaufstourismus aus der Schweiz. Das zeigt sich auch dadurch, dass die stärkste Einkaufszeit jeweils am Samstag zwischen 11 und 14 Uhr sei, wie Claudia Kessler-Franzen, Wirtschaftsförderin und Geschäftsführerin des Standortmarketingvereis «Singen aktiv», sagt. Dennoch bleibe das Problem bestehen, dass die Besucher heute weniger Geld ausgeben würden als noch vor einigen Jahren.
Vom Modegeschäft zum Barbershop
Wie in der Schweiz tauchen auch in Singen an vielen Orten neue Barbershops, Nagelstudios oder Take-Away-Restaurants auf, wo früher diverse traditionsreiche Geschäfte standen.
Die Stadt und «Singen aktiv» sehen darin aber auch Chancen: Lieber ein belebter Laden als ein leerstehendes Schaufenster, lautet die Devise. «Wir müssen weiterarbeiten», meint Kessler-Franzen.
Zu den angedachten Massnahmen gehöre es, das Innenstadtkonzept fortzuschreiben, die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen und für Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen. Zudem seien Investitionen in die Innenstadt und kommunale Einrichtungen wichtig.
