Lara Stoll wird mit Greulich Kulturpreis 2025 geehrt – sie sagt: «Holy shit»

Lucas Blumer | 
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Kammgarn Sommer 2021 – Lara Stoll waehrend ihrem Auftritt, am Freitag, 06. August, 2021. (Melanie Duchene / Schaffhauser Nachrichten)
Lara Stoll bei ihrem Auftritt in der Kammgarn, 2021. Bild: Melanie Duchene

Die Poetry-Slam-Künstlerin Lara Stoll gewinnt den mit 10'000 Franken dotierten Greulich Kulturpreis 2025.

Eigentlich werden mit dem Greulich Kulturpreis Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet. Dieses Jahr wurde Lara Stoll, eine Schauspielerin, Kabarettistin, Sängerin, diplomierte Filmerin und Europameisterin im Poetry Slam als Gewinnerin auserkoren. Die 38-Jährige wird an der 20. Verleihung des Greulich Kulturpreises für ihr Schaffen geehrt. Das Thema der diesjährigen Ausgabe lautet «Comedy».

Die diesjährige Wahl ehre ein Genre, das immer wieder hervorragende journalistische Arbeit hervorbringe, schreibt der Stiftungsrat der Greulich Stiftung Kulturpreis in einer Medienmitteilung. Nämlich die Satire. Beispiele seien der «Enkeltrick-Betrüger»-Film von Cédric Schild oder Hazel Brugger mit ihren Liveberichterstattungen von Parteitagen. 

Auch Lara Stoll setze sich regelmässig mit medialen Themen auseinander: Als beispielsweise ihre Wohnungssuche viral ging, oder mit den verrückt-bizarren Sendungen «SUISIS» oder «TAGESCHAUSCHAU».

Zur Auszeichnung mit dem Greulich Preis sagt Stoll bloss: «Holy shit.»

«Sie ist sehr lustig, weil sie erstmal gar nicht wirklich lustig sein will»

Einzeljuror Patrick Frey erklärt seine Wahl in der Medienmitteilung folgendermassen: «Lara Stoll ist als Wortkünstlerin, Sängerin, Filmemacherin und Schauspielerin in der Schweizer Comedy-Szene eine singuläre Erscheinung. Sie ist sehr lustig, weil sie erstmal gar nicht wirklich lustig sein will, sondern auf den Ernst der Sache zielt, um diesen Ernst dann mit rasiermesserscharfer Grazie zu zerlegen und ihm mithilfe ihrer weissen Humor-Posaune so lange den Marsch zu blasen, bis es dem Ernst schwindlig wird und alles in Absurdität und Komik auseinanderfliegt.»

Stoll ist in Schaffhausen geboren und in Rheinklingen aufgewachsen.

Der Greulich Kulturpreis

Die Greulich Kulturstiftung mit Sitz in Zürich wurde im April 2005 gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Qualität im Kulturjournalismus zu würdigen und zu fördern. Sie ist Teil des Gesamtprojekts «Greulich», das der Schweizer Anwalt Thomas Brunner 2003 als Restaurant, Bar und Designhotel sowie als Ort der modernen urbanen Kultur im Zürcher Kreis 4 ins Leben gerufen hat.

Der Greulich Kulturpreis wird jährlich zu einem vom Stiftungsrat gewählten Thema verliehen. Der Stiftungsrat bestimmt einen Einzeljuror oder eine Einzeljurorin, der oder die wiederum den Preisträger oder die Preisträgerin auswählt

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