Zu kurze Abstände

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Schaffhauser N…

Zu «Freie Fahrt im Fäsenstaub: Bund will zweite Röhre», SN vom 29. 11.

Bild: zvg/Astra

Zu «Freie Fahrt im Fäsenstaub: Bund will zweite Röhre», SN vom 29. 11.

In den «Schaffhauser Nachrichten» wurde am 29. November über die Planung eines zweiten Fäsenstaubtunnels berichtet. Wegen Auffahrunfällen sei eine zweite Röhre aus Sicherheits­gründen angezeigt. Ein zweiter Tunnel würde die Verkehrssicherheit massiv und nachhaltig verbessern; so die ­Argumente in den Berichten.

Mehr Sicherheit bringen aber nicht mehr Röhren, sondern mehr Abstand zwischen den Fahrzeugen. Zu wenig Abstand ist (schlussendlich) der einzige Grund für die Auffahrunfälle. Die Abbildung auf der Titelseite vom 29. November zeigt anschaulich die viel zu kurzen Abstände. Bei der Tunnel­einfahrt Schrägseilbrücke verfolgt ein LKW mit Anhänger einen Kleinlieferwagen mit maximal 6 Metern Abstand.

Der Bremsweg mit 80 km/h beträgt circa 45 Meter. Dazu kommt der Reaktionsweg. Der abgebildete Abstand ist auch für eine auf 60 km/h reduzierte Höchstgeschwindigkeit viel zu kurz. Zudem wird bei kleineren Geschwindigkeiten noch näher aufgefahren.

Die zweite Röhre wird mit Sicherheit mehr Verkehr bringen, aber kaum mehr Sicherheit.

KURT GASSER

Feuerthalen

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