VW streicht 50'000 Stellen in Deutschland: Gewinn um die Hälfte eingebrochen
Wie aus einem Aktionärsbrief hervorgeht, will der deutsche Autobauer VW bis 2030 insgesamt 50'000 Stellen in Deutschland abbauen. Grund dafür sei der 2025 um 44 Prozent gesunkene Gewinn.
Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas grösster Autobauer in Wolfsburg mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro. Im Schlussquartal schnitt VW dabei aber wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen.
Jetzt plant VW Stellenstreichungen in Deutschland. «Insgesamt sollen bis 2030 rund 50'000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden», erklärte Vorstandschef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre. (dpa)