Die Kadetten verpflichten den Schweizer Nationalgoalie Mathieu Seravalli ab Sommer 2026

Fabio Bleise | 
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Jubelt ab nächsten Sommer für die Kadetten: Goalie Mathieu Seravalli vom BSV Bern im Playoff-Final der letzten Saison. Bild: Keystone

Die Kadetten vermelden einen weiteren Transfer. Ab der Saison 2026/27 stösst Nationalgoalie Mathieu Seravalli vom BSV Bern zu den Schaffhauser Handballern.  

Die Besetzung im Tor für diese Saison haben die Kadetten Schaffhausen nach dem Abschied von Kristian Pilipovic mit der Verpflichtung von Moreno Car bereits geregelt. Und auch die Planung für die nächste Saison ist bereits abgeschlossen: Ab Sommer 2026 stösst der Schweizer Nationaltorwart Mathieu Seravalli von Vizemeister BSV Bern zu den Orange-Schwarzen und wird zusammen mit Leon Bergmann das Torwart-Gespann bilden. Er unterschreibt einen Zweijahresvertrag bis 2028, wie die Kadetten am Montagvormittag informieren.

Der 21 Jahre alte Schlussmann hatte in der letzten Playoff-Finalserie einen grossen Anteil daran, dass der BSV Bern nach dem Halbfinal-Erfolg gegen Kriens-Luzern den Kadetten in jeder Finalpartie einen harten Kampf liefern konnte. In dieser Spielzeit wird er noch wertvolle Erfahrungen in der European League mit den Bernern sammeln. In der Qualifikation ebnete Seravalli mit 17 Paraden und einer Abwehrquote von 47 Prozent im Rückspiel gegen Cakovec (Kroatien) den Einzug in die Gruppenphase. Dort übertraf er diesen Wert am letzten Spieltag gegen das französische  Spitzenteam aus Montpellier – in der letzten Saison Finalist der European League – noch einmal mit 19 Paraden.

Überzeugende Leistungen national wie auch international

Im Schweizer Nationalteam kam der 1,98 Meter grosse Schlussmann bereits einige Male zum Einsatz und gehörte zu den Leistungsträgern sämtlicher Nachwuchsnationalmannschaften. Bei der letzten U21-Weltmeisterschaft, bei der Leon Bergmann die meisten Paraden aller Torhüter verbuchen konnte (91), folgte Seravalli auf Platz drei mit 71 Paraden. 60 Spiele bestritt der in Lausanne geborene Goalie bislang in der Quickline Handball League und überzeugte auch im ersten Match dieser Saison im Duell mit den Kadetten mit elf gehaltenen Würfen.

Voller Fokus: Mathieu Seravalli während eines Trainings bei der Nationalmannschaft. Bild: Keystone

Seravalli gilt als grosses Talent und als Versprechen für die Zukunft. «Ich freue mich extrem auf die Zeit bei den Kadetten», sagt der Torhüter, der seine Handballkarriere einst in La Chaux-de-Fonds begann. «Es wird für mich eine neue und spannende Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass ich hier die besten Bedingungen vorfinde, um den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen.» Und er hebt hervor: «Ich freue mich, mit meiner Energie und meinem Willen der Mannschaft bestmöglich zu helfen, um hohe Ziele zu erreichen.»

Der Anteil der Schweizer Nationalspieler erhöht sich weiter

Geschäftsführer David Graubner freut sich über die Zusage der nächsten Schweizer Nachwuchshoffnung nach Flügelspieler Nikos Sarlos, der ebenfalls im kommenden Sommer in die Munotstadt wechseln wird. «Wir sehen grosses Potenzial bei Mathieu Seravalli. Schon in jungen Jahren zeigt er Woche für Woche starke Leistungen, hat in Topspielen gegen uns aber auch international gezeigt, dass er auf höchstem Niveau einer Mannschaft den Rücken freihalten kann.»

Dass die Anzahl der Schweizer Nationalspieler im Kader des Kadetten-Fanionteams – für die in dieser Woche anstehenden Länderspiele wurden Luka Maros, Lucas Meister, Dimitrij Küttel und erstmals auch David Hrachovec nominiert – weiter wachsen wird und Sarlos ebenfalls als heisser Kandidat für ein Nati-Aufgebot gilt, zeigt Präsident Giorgio Behr, «dass wir für junge Schweizer Talente eine attraktive Adresse sind. Sie wissen, dass sie bei uns beste Voraussetzungen an Infrastruktur, Trainerteam und stark besetzter Mannschaft vorfinden, um sich auf internationalem Niveau zu entwickeln. Mathieu Seravalli besitzt alles, was es braucht, um hier den Schritt nach ganz oben zu gehen.»

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