«Wollen etwas auf die Beine stellen, das die Stadt noch nie gesehen hat» – Schaffhauser Stadtfest-Veranstalter planen Grosses

Julian Blatter (jbl) | 
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2015 gab es das letzte Stadtfest in Schaffhausen. 2028 wird es wieder so weit sein. Die Aufnahme entstand in der Rhybadi am «Schaffusia» 2015. Bild: Selwyn Hoffmann

Nach 13 Jahren soll 2028 wieder ein Stadtfest in Schaffhausen stattfinden. Die Organisatoren vom Verein Citypuls haben Grosses vor.

Jahre ist es her seit dem letzten Stadtfest, dem «Schaffusia» 2015. Nun will der Verein Citypuls das Stadtfest im September 2028 neu auflegen. Die Idee dazu stammt aus dem Umfeld des «Klub 8». «Grundsätzlich kam die Initiative von mir», sagt Yannick Vuga, der unter anderem das Diessenhofer Escape Festival mitorganisiert und nun Citypuls vorsteht. Insgesamt seien knapp 20 Leute involviert.

«Stadtfäscht Schaffhuuse»: Das ist geplant

Vuga spricht von einer «Leuchtturmveranstaltung»: «Wir sind motiviert, etwas auf die Beine zu stellen, das die Stadt noch nicht gesehen hat.» Der Verein verspricht vieles: ein Fest auf dem ganzen Gebiet der Altstadt (ohne Rheinufer), eine Bühne auf dem Herrenacker, eine Gastrozone am Kirchhofplatz, einen Markt auf dem Fronwagplatz und mehr – alles ohne Eintritt.

Das Stadtfest findet vom 1. bis 3. September 2028 statt. Nach der Eröffnung am Freitagabend gibt es Konzerte und Festwirtschaften auf den Gassen. Am Samstag geht es bereits am Tag los, erneut mit Musik an verschiedenen Orten in der Stadt und Foodständen. Am Sonntag folgt ein Familientag mit Angeboten für Gross und Klein und einem Sonntagsverkauf. Ausserdem wollen die Veranstalter an diesem Tag laut Vuga die «grösste Kinderdisco der Schweiz» schmeissen. Genauere Ankündigungen sollen im Verlauf von 2027 folgen.

Die letzte Schaffusia-Ausgabe fand im Jahr 2015 statt. Archivbild: Selwyn Hoffmann

«Was das Stadtfest einzigartig machen soll, ist das Thema Stadtgestaltung», sagt Vuga. Am Stadtfest sollen Bauten stehen, «die etwas hergeben, nicht einfach Pavillons.» Vuga stellt sich etwa einen «hohen Turm mit cooler Beleuchtung» auf dem Fronwagplatz vor oder Sitzgelegenheiten, die auch nach dem Stadtfest «etwas stehen bleiben können». Die Veranstalter haben sich die «Badenfahrt» zum Vorbild genommen, ein Fest im gleichnamigen Aargauer Ort, bei dem nächstes Jahr gemäss dem «Badener Tagblatt» hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet werden.

«Wir sind motiviert, etwas auf die Beine zu stellen, das die Stadt noch nicht gesehen hat.»

Yannick Vuga, Präsident Citypuls

Auch in Schaffhausen wird in Sachen Besucherzahlen gross gedacht: «Ziel ist, über die drei Tage 100’000 Leute zu erreichen», sagt Vuga. Ein so grosses Projekt sei natürlich nicht zu viert umsetzbar, daher habe man sich breit aufgestellt und arbeite mit Leuten zusammen, die das benötigte Know-how mitbringen.

Stadt finanziert mit 150’000 Franken

Das Konzept des dreitägigen Stadtfests mit Familientag hat auch dem Stadtrat zugesagt. «Überzeugt hat den Stadtrat vor allem eines: Dieses Fest bringt Schaffhausen zusammen», sagt Finanzreferent Daniel Preisig. «Vereine, lokales Gewerbe und Gastronomie profitieren von reduzierten Standgebühren – und geben der Stadt dafür ein Fest zurück, das ehrenamtliche Vereinsstrukturen stärkt und Identität stiftet.» Ausserdem: «Eine Stadt wie Schaffhausen braucht ein Stadtfest.»

Verschiebedatum

Sollte das Fest nicht wie geplant stattfinden können, wird es um eine Woche verschoben und findet vom 8. bis 10. September 2028 statt.

Für dieses hat der Stadtrat den Veranstaltern eine Basisfinanzierung von 150’000 Franken zugesichert, die allerdings noch durch den Grossen Stadtrat muss. Gemäss Preisig wird dieser im Rahmen der Budgetdebatte am 10. November über die Basisfinanzierung entscheiden. Im Betrag enthalten sind auch die städtischen Naturalleistungen und Kostenerlasse, wie etwa die Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Grundes. «Ich bin überzeugt, dass der Grosse Stadtrat zustimmen wird», sagt Preisig.

Wie viel das Stadtfest schlussendlich kosten wird, kann Vuga derzeit noch nicht beziffern. Es werde sicher einiges mehr sein als die 150’000 Franken, schätzt er. Man versuche auch mit dem Kanton eine Lösung für eine Leistungsvereinbarung zu finden. Zudem suchen die Veranstalter private Partner und Sponsoren sowie Unterstützung durch Stiftungen.

Ein Teil der Kosten soll über die Standgebühren wieder reinkommen. Für lokale Gewerbler, Vereine und Gastronomen sind diese vergünstigt, Geschäfte aus der Altstadt werden zudem bei der Platzzuteilung bevorzugt. «Schaffhausen hat sich dieses Fest verdient. Wir bauen es gemeinsam mit der Stadt, den Vereinen, dem Gewerbe und der Bevölkerung», sagt Vuga.

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