VBSH planen neues Busnetz bis 2030 – mehr Verbindungen und dichtere Takte

Ralph Denzel | 
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Verkehrsbetriebe Schaffhausen, vbsh, Bus, Freitag, 24.04.2026, Schaffhausen (Roger Hofstetter/Schaffhauser Nachrichten)
Es soll sich einiges ändern bei den VBSH. Bild: Roger

Zuletzt wurde das Stadtbusnetz der VBSH 2007 überprüft. Jetzt wurde es erneut angeschaut und entsprechend angepasst. Bis 2030 soll das geschehen – ganz billig wird das aber nicht.

Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) wollen ihr Stadtbusnetz in den kommenden Jahren umfassend umbauen. Das teilte das Unternehmen in einer Medienmitteilung mit. Geplant sind neue Linienführungen, zusätzliche Haltestellen und häufigere Fahrten – insbesondere abends und am Wochenende. Das neue «Angebotskonzept 2030» soll schrittweise bis Ende des Jahrzehnts umgesetzt werden.

Hintergrund ist, dass das bestehende Busnetz letztmals 2007 grundlegend überprüft wurde, heisst es in der Mitteilung weiter. Seither haben sich Wohn- und Arbeitsgebiete stark verändert. Gleichzeitig sorgen mehr Verkehr, Tempo-30-Zonen und Baustellen laut VBSH zunehmend dafür, dass Fahrpläne nicht mehr zuverlässig eingehalten werden können.

Verlängerungen, Optimierungen und mehr Verbindungen

Zu den grössten Änderungen gehört die neue Linienführung der Linie 4: Diese soll künftig nicht mehr als Rundkurs verkehren, sondern in beide Richtungen durch Buchthalen fahren. Dort sind auch zwei zusätzliche Haltestellen geplant. Zudem wird die Linie über das Mühlental bis zum Bahnhof Nord verlängert. Dadurch erhält unter anderem die Stahlgiesserei neu einen 10-Minuten-Takt.

Auch andere Quartiere sollen besser erschlossen werden. Die Linie 1 wird künftig via Frohberg und Niklausen geführt. Die Linie 6 wird verlängert und fährt neu bis zum Kreisel Gruben-/Stimmerstrasse. Die Linie 10 soll künftig bis Kleinbuchberg verkehren und damit die heutige Linie 23a ersetzen.

Deutlich ausgebaut wird zudem das Angebot im Herblingertal: Die Linie 9 soll künftig direkt ab Bahnhof Schaffhausen verkehren und ganztägig im 10-Minuten-Takt fahren. Abends und sonntags wird das Angebot ebenfalls erweitert. Vorgesehen ist dort auch der Einsatz von Gelenkbussen.

Verbesserungen gibt es ausserdem bei den Randzeiten: Statt wie bisher alle 20 Minuten sollen Busse abends und sonntags neu alle 15 Minuten fahren. Damit sollen die Anschlüsse an den Bahnverkehr besser funktionieren.

Mehrkosten für die Stadt Schaffhausen

Die Umsetzung des neuen Konzepts kostet allerdings Geld. Für zusätzliche Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und den Ausbau des Angebots rechnen die VBSH mit jährlichen Mehrkosten von rund 6,1 Millionen Franken. Nach zusätzlichen Ticketeinnahmen verbleiben 3,1 Millionen Franken pro Jahr. Den grössten Teil davon muss die Stadt Schaffhausen übernehmen: 2,1 Millionen Franken stehen da zu Buche, die Gemeinde Neuhausen am Rheinfall muss 400’000 Franken übernehmen und der Kanton 400’000 Franken.

Zusätzlich sind Infrastrukturarbeiten nötig, etwa neue Bushaltestellen und Anpassungen an Strassen. Dafür wird ein Rahmenkredit von 4,4 Millionen Franken beantragt.

Das Angebotskonzept muss in der Stadt Schaffhausen und der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall von den Parlamenten und der Stimmbevölkerung beschlossen werden. In der Stadt Schaffhausen wird über die Mehrabgeltungen von 2,1 Millionen Franken pro Jahr und den Rahmenkredit von 4,4 Millionen Franken für die Infrastrukturmassnahmen abgestimmt.

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Kommentare (1)

[email protected] Mi 06.05.2026 - 18:10

Die Linie 7 sollte auch ausgebaut werden. Insbesondere sollte der Bahnhof SBB immer bedient werden.

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