Aromat soll weiterhin in Thayngen produziert werden: Basler Unternehmer lanciert Petition

Lucas Blumer | 
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Gehört zur Schweiz wie das Matterhorn und der Gotthard: Aromat. Bild: Keystone

Nachdem Unilever den Verkauf seiner Lebensmittelsparte an den amerikanischen Konzern McCormick & Company bekannt gegeben hat, machen sich einige Schweizerinnen und Schweizer Sorge um ihr Aromat. Ganz besonders Unternehmer Michael Oehl aus Arlesheim, Baselland.

Eine Petition soll die Aromat-Produktion in Thayngen sichern. Das zumindest ist der Plan von Petitionär Michael Oehl, nachdem er vom Verkauf der Marke Knorr nach Amerika erfahren hat. Gegenüber dem «Blick» sagt er, «unser Aromat darf nicht in amerikanische Hände fallen».

Unter dem Titel «Aromat ghört dr Schwiiz – Eine Stimme für unser Nationalgewürz!» hat der Unternehmer aus Arlesheim BL eine Website aufgeschaltet und eine Petition lanciert. Innerhalb von etwas mehr als einem Tag sind bereits knapp 3000 Unterschriften zusammengekommen. Oehls Ziel: 10'000 Unterschriften. Das sei genug, um McCormick, Unilever und die Schweizer Behörden zum Handeln zu bewegen, meint er.

Konkret hat Oehl drei Punkte definiert, die er mit seiner Petition durchsetzen will:

  1. Produktionsgarantie: Die Aromat-Produktion am Standort Thayngen in Schaffhausen soll erhalten bleiben und die Schweizer Arbeitsplätze sollen geschützt werden.

  2. Rezepturschutz: Die originale Schweizer Aromat-Rezeptur dürfe nicht verändert werden.

  3. Schweizer Lösung prüfen: Die Möglichkeit eines Schweizer Käufers oder einer Schweizer Beteiligung soll aktiv geprüft werden – bevor der Deal final abgeschlossen werde.

Um den dritten Punkt umzusetzen, wolle Oehl zusätzlich die Gründung einer «Aromat Schweiz AG» prüfen. «Jeder, der möchte, soll eine Aktie kaufen und Mitbesitzer des Schweizer Nationalgewürzes werden können», schreibt er dazu. Rivella, Ricola und Zweifel hätten das bereits vorgemacht – Schweizer Marken in Schweizer Händen.

Zukunft noch unbekannt

Derweil hängen noch einige Fragezeichen über der Zukunft des Knorri-Areals in Thayngen. Welche Pläne McCormick für den Schweizer Standort hat, ist noch völlig unbekannt. Es ist derweil nicht das erste Mal, dass die Marke Knorr, und damit auch das Aromat, in amerikanische Hände gelangt: Zwischen 1998 und 2000 gehörte Knorr zu Bestfoods, ehe das amerikanische Unternehmen von der britischen Unilever aufgekauft wurde.

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