Georg Fischer AG macht weniger Umsatz und Gewinn: Dividende bleibt trotzdem unverändert
Der Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer hat 2025 seine Fokussierung auf den Bereich «Flow Solutions» abgeschlossen. Die wichtigsten Geschäftskennzahlen sind derweil tiefer als im Vorjahr, der Ausblick sei aber vielversprechend, teilt der Konzern am Mittwochmorgen mit.
Die Schaffhauser Georg Fischer AG (GF) hat 2025 ihre Neuorientierung auf das «Flow-Solutions»-Geschäft abgeschlossen. Damit konzentriert sich GF künftig nur noch auf den Transport von Wasser und Flüssigkeiten. Wie einer Medienmitteilung vom Mittwochmorgen zu entnehmen ist, erzielte der Geschäftsbereich 2025 einen leicht tieferen Umsatz als im Vorjahr mit 2,999 Milliarden Franken (2024: 3,051 Milliarden). Organisch wuchs der Bereich leicht um 0,6 Prozent.
Das Betriebsergebnis (EBIT, Ertrag vor Steuern und Zinsen), von Flow Solutions belief sich auf 299 Millionen Franken, nach 349 Millionen Franken im Vorjahr. Die EBIT-Marge lag bei 10 Prozent (Vorjahr: 11,4 Prozent).
Dividende bleibt stabil
Auf Konzernebene erzielte GF 2025 einen Umsatz von 4,11 Milliarden Franken (Vorjahr: 4,78 Milliarden). Das ausgewiesene EBIT lag bei 326 Millionen Franken, was einer EBIT-Marge von 7,9 Prozent entspricht (Vorjahr: 8,1 Prozent). Damit bleibt die GF unter ihren eigenen Erwartungen zum Halbjahreszeitpunkt zurück, das eine EBIT-Marge von 10,5 bis 12,5 Prozent vorhersah. Das räumt auch GF-CEO Andreas Müller ein, der sich folgendermassen zitieren lässt: «Angesichts herausfordernder makroökonomischer und geopolitischer Rahmenbedingungen sind unsere Ergebnisse zwar solide, blieben jedoch teilweise hinter unseren eigenen Erwartungen zurück.»
Der den GF-Aktionären zurechenbare Reingewinn sinkt deutlich und beläuft sich auf 103 Millionen Franken (Vorjahr: 214 Millionen). Er wurde wesentlich durch die Neubewertung des Automobilgeschäfts von GF Casting Solutions sowie durch weitere einmalige Effekte beeinflusst. Der Verkauf des Automobilgeschäfts an das mexikanische Unternehmen Nemak wurde per 12. Februar abgeschlossen.
Trotz tieferem Umsatz und Reingewinn beantragt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 1,35 Franken pro Aktie.
Aussicht für 2026
Für die Baukonjunktur sowie für das Halbleitersegment erwartet die GF eine zunehmende Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2026. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der GF-Konzern mit einem organischen Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich sowie mit einer EBIT-Marge von 10,5 bis 12,5 Prozent.