Thurgauer Kantonalbank vermeldet Rekordgewinn: Dividende wird erhöht

Lucas Blumer | 
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Die Thurgauer Kantonalbank erlebte 2025 das lukrativste Geschäftsjahr ihrer Geschichte. Bild: zVg/TKB

Die Thurgauer Kantonalbank darf sich über den höchsten Jahresgewinn in ihrer 155-jährigen Geschichte freuen, trotz tiefen Leitzinsen der SNB. Sie erhöht die Dividende für ihre Aktionärinnen und Aktionäre – und auch der Kanton profitiert kräftig vom Spitzenergebnis.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) blickt auf ein ausserordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Jahresgewinn von 162 Millionen Franken (+2,7 Prozent) erzielt die Bank das beste Resultat in ihrer Geschichte. Die Dividende für Halterinnen und Halter von Partizipationsscheinen – stimmrechtslose Aktien – wird um 20 Rappen auf 3,60 Franken pro Exemplar erhöht.

Auch die Staatskasse profitiert vom Ergebnis: Der Kanton Thurgau erhält 55,7 Millionen Franken Gewinnablieferung (+5,6 Prozent). Hinzu kommen 3 Millionen Franken für die gewinnanteilsberechtigten Gemeinden, 10,7 Millionen Franken Entschädigungen für Staatsgarantie und Grundkapital sowie 11 Millionen Franken in Steuern. Insgesamt fliessen also rund 80 Millionen Franken an die öffentliche Hand – umgerechnet knapp 270 Franken pro Thurgauerin und Thurgauer.

Wachstum im Kerngeschäft

Im Hypothekargeschäft steigerte die TKB das Volumen um 440 Millionen Franken (+1,7 Prozent) und die gesamten Kundenausleihungen umfassen neu 27,3 Milliarden Franken (+1,4 Prozent). Das Wachstum sei angesichts anspruchsvollerer Refinanzierungsbedingungen etwas moderater ausgefallen als in den Vorjahren, so die TKB, womit der tiefe Leitzins der Schweizerischen Nationalbank von 0,0 Prozent gemeint sein dürfte. 

Der TKB gelang es ausserdem, neue Kunden und frisches Geld zu gewinnen: 5500 neue Kundinnen und Kunden traten der TKB 2025 bei, sie brachten einen Nettoneugeld-Zufluss im Anlagegeschäft von 944 Millionen Franken mit. Insgesamt erhöhten sich die verwalteten Kundenvermögen um zwei Milliarden auf 28,7 Milliarden Franken (+7,5 Prozent). Die Bilanzsumme wuchs um 1,7 Prozent auf 36 Milliarden Franken. 

Erträge steigen stärker als Kosten

Der Geschäftsertrag legte um 4,5 Prozent auf 439 Millionen Franken zu. Wichtigste Ertragssäule bleibt das Zinsengeschäft mit einem Netto-Zinserfolg von 301 Millionen Franken (+4,1 Prozent). Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft profitierte von der positiven Börsenentwicklung und stieg um 8,6 Prozent auf 87 Millionen Franken. Der Handelserfolg bewegte sich mit 45 Millionen Franken leicht über Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im Zuge strategischer Projekte und eines höheren Personalbestands um 2,7 Prozent (Personalaufwand: 129 Millionen Franken, Sachaufwand: 68 Millionen Franken). Insgesamt stiegen die Erträge jedoch stärker als die Ausgaben. Der Geschäftserfolg als Kennzahl der operativen Leistung nahm um 5,1 Prozent auf 230 Millionen Franken zu. 

Verhaltener Ausblick

Für das laufende Jahr rechnet die TKB erneut mit einem erfolgreichen Geschäftsgang, erwartet jedoch einen tieferen Unternehmenserfolg als im Rekordjahr 2025.

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