Sperrgut in Beringer Recyclinganlage brannte: Keine Hinweise auf Brandstiftung
Am Dienstagabend ist in Beringen ein Feuer in der Arnold Schmid Recycling AG ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, die Anlage bleibt aber voraussichtlich eine Woche lang geschlossen.
von Ralph Denzel und Sandy Hedinger
Beringen kommt nicht zur Ruhe: Nachdem vor knapp zehn Tagen der Dachstock des Gasthauses «Sonne» in Flammen stand, hat nun die dortige Recyclinganlage der Arnold Schmid Recycling AG Feuer gefangen.
Bei dem Brand kam es zu einer starken Rauchentwicklung, die App «Alertsuisse» hatte deshalb eine Warnung an die betroffene Bevölkerung herausgegeben und dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schliessen, sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.

Wie die Schaffhauser Polizei auf Anfrage bestätigte, brannte Sperrgut in der Recyclinganlage. Die Brandermittlungen seien mittlerweile abgeschlossen: Laut Polizei liegen keine Hinweise auf Brandstiftung vor. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Die zahlreichen Feuerwehrkräfte konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und die angrenzenden Hallen vor den Flammen schützen.
Nebst verschiedenen Feuerwehrverbänden Neuhausen Oberklettgau (NOK) und Feuerwehr Oberer Kantonsteil (FEUROK) standen Mitarbeitende des Rettungsdienstes der Spitäler Schaffhausen, des EKS, von SH Power, des Interkantonalen Labors sowie Angehörige der Kantonalen Feuerpolizei Schaffhausen und der Schaffhauser Polizei im Einsatz.
Der Tag danach
Der Einsatz in Beringen konnte am frühen Morgen des 31. Dezembers um 3.35 Uhr beendet werden, sagte die Mediensprecherin der Schaffhauser Polizei, Bianca Gähweiler, am Tag nach dem Brandausbruch auf Anfrage. Die Brandermittler der Schaffhauser Polizei haben vor Ort die Untersuchungen aufgenommen.
Der Geschäftsführer der Arnold Schmid Recycling AG, Alex Locher, sagte auf Anfrage, dass er zum aktuellen Zeitpunkt davon ausgehe, dass der Betrieb in Beringen zirka eine Woche geschlossen bleiben werde. Man wolle aber zeitnah wieder öffnen, sobald die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen seien und die betroffene Halle wieder für den Betrieb bereitgestellt sei.
Es sei bereits festgestellt worden, dass für die Umwelt keine Gefahr entstanden sei, auch das Grundwasser betreffend. Am Standort Herblingen laufe der Betrieb weiter und dieser könne für die Kunden als Ausweichstandort genutzt werden, so Locher. Zum entstandenen Sachschaden konnte er am Morgen nach dem Brand noch keine Angaben machen.