14 Millionen Fahrgäste in Schaffhauser Bussen: Trotzdem schreiben die Verkehrsbetriebe weniger Gewinn
Seit dem Einbruch der Passagierzahlen zu Pandemiezeiten nutzen jedes Jahr mehr Menschen Busse der Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH). 2025 waren es mit 14 Millionen rund 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt resultiert ein Jahresergebnis von 1,13 Millionen Franken.
14 Millionen – so viele Fahrgäste haben die Verkehrsbetriebe Schaffhausen (VBSH) im vergangenen Jahr von A nach B befördert. Das ist das 155‑Fache der gesamten Bevölkerung des Kantons Schaffhausen (rund 90’000) und trotzdem noch nicht so viel wie vor der Pandemie, als 14,4 Millionen Passagiere gezählt wurden. Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr ist es eine Zunahme um 2,8 Prozent.
Das schlägt sich im Verkehrsertrag nieder, der um über 600’000 Franken höher ausfällt als noch 2024. Gleichzeitig sinken die Abgeltungen um 500’000 Franken, sprich Gelder der öffentlichen Hand, welche die nicht mit Verkehrserträgen gedeckten Kosten des öffentlichen Verkehrs tragen.
In Zahlen ausgedrückt: Von gesamten Betriebsertrag in der Höhe von 43,7 Millionen Franken sind 24,5 Millionen Franken oder rund 56 Prozent ebenjene Abgeltungen, während der reine Verkehrserlös bloss rund 38 Prozent – rund 16,8 Millionen Franken – ausmacht (der Rest sind «übrige Erlöse»). Zum Vergleich: Im Jahr 2019, vor Corona, betrug dieser Anteil noch 40 Prozent. Als Jahresergebnis bleiben nach Abzug von Betriebsaufwand, Abschreibungen und Zinsen 1,13 Millionen Franken stehen, knapp 300’000 Franken weniger als 2024.
Elektrifizierung schreitet voran
Wie die VBSH in einer Medienmitteilung schreiben, war das Fahrplanjahr von intensiver Bautätigkeit geprägt. Das habe zu Umleitungen, temporären Fahrplanänderungen und Verschiebungen zwischen einzelnen Linien geführt. Mit der Einweihung der umgebauten Bahnhofstrasse sei dafür der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Schaffhausens «deutlich aufgewertet» worden, heisst es vonseiten der VBSH.
Eine gute Nachricht für das Unternehmen ist die fortlaufende Elektrifizierung der Flotte. Im Stadtverkehr wurden sieben weitere Solo- und sechs Gelenkbusse in Betrieb genommen. Die neuen Irizar-Gelenkbusse ersetzen die Trolleybusse, die mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 ausser Dienst gestellt wurden.
E-Busse im Regionalverkehr auf Probe
Seit Montag hat die Elektrifizierung zudem den Regionalverkehr erreicht. Die ersten elektrisch betriebenen Regionalbusse, zwei Vorserienfahrzeuge des Typs Mercedes-Benz eCitaro, fahren in einer ersten Phase vorwiegend auf den Linien 21 (Schaffhausen – Schleitheim – Beggingen), 23 (Schaffhausen – Bargen) und 24 (Schaffhausen – Opfertshofen – Thayngen). Mit den neuen Elektrobussen im Regionalverkehr solle der Einsatz unter realen Betriebsbedingungen erprobt werden, schreiben die VBSH. Weitere elf Serienfahrzeuge werden bis Ende 2027 schrittweise die bestehende Dieselbusflotte ablösen.
Die Batterien der E-Regionalbusse haben eine höhere Reichweite als ihre Pendants in der Stadt, sie können mit einer Ladung 320 bis 370 Kilometer weit fahren. «Das reicht aus, um auch die längeren Strecken im ländlichen Raum problemlos zu bewältigen», heisst es weiter. Dank des Stromabnehmers auf dem Dach der Fahrzeuge können sie am Bahnhof Schaffhausen zudem mit der dortigen Ladeinfrastruktur verbunden werden, was ein schnelles Nachladen ermöglicht.