Rekord bei Anmeldungen an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen

Till Burgherr (tbu) | 
Lesenswert
Noch keine Kommentare
Noch ist die Pädagogische Hochschule am alten Ort. Im August zügelt sie in den Kammgarn-Westflügel. Bild: Selwyn Hoffmann

Mehr Studierende starteten im vergangenen Jahr eine Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH). Zudem weist die PHSH ein positives Betriebsergebnis aus. Gleichzeitig stehen mit dem Umzug in die Kammgarn und neuen Ausbildungsformaten strukturelle Veränderungen an.

Die Pädagogische Hochschule Schaffhausen (PHSH) hat ihren Geschäftsbericht veröffentlicht. Gemäss den Angaben der Hochschule sind die Studierendenzahlen gestiegen, was unter anderem auf neue Studienangebote zurückgeführt wird. Auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist gestiegen, wie eine neue Erhebung zeigt. 2023 herrschten grosse Unruhen zwischen Schulleitung, Studierenden und Dozierenden. Auf dem Gipfel der Krise zog sich die damalige Rektorin zurück.

Im letzten Herbst starteten neben den Vollzeitstudierenden in den Studiengängen Kindergarten- und Unterstufe sowie Primarstufe erstmals ein Dutzend Studierende den Teilzeitstudiengang «27+», wie die PHSH mitteilt. Dieser richtet sich an Quereinsteigende. Die Teilnehmenden können bereits ab dem zweiten Studienjahr unterrichten.Unter anderem dank diesem neuen Studiengang konnte die Hochschule einen Anmelderekord verzeichnen. Im Dezember 2025 waren 167 Studierende an der PHSH immatrikuliert.

Ausbau von Weiterbildung und Forschung

In der Weiterbildung hebt die PHSH den Abschluss einer EDK-anerkannten Zusatzqualifikation für Schulleitungen hervor. Zudem wurde der CAS «Lernreise Volksschule» erneut durchgeführt. Die Nachfrage nach Bibliotheks- und Beratungsangeboten sei hoch geblieben.

Im Bereich Forschung und Entwicklung setzt die Hochschule verstärkt auf Kooperationen mit anderen Pädagogischen Hochschulen, insbesondere bei bundesfinanzierten Projekten, wie es heisst. Eigene Projekte konnten laut Schreiben ebenfalls eingeworben werden. Eine internationale Tagung zum Thema Wohlbefinden in der Schule fand im März statt.

Umzug in den Kammgarn-Westflügel

Ein zentrales Projekt bleibt für die PHSH der geplante Umzug in den Kammgarn-Westflügel im August. Die Planungsarbeiten seien im vergangenen Jahr intensiviert worden. Die Hochschule spricht von einem partizipativen Prozess unter Einbezug der Mitarbeitenden.

Der Umzug stelle insbesondere die zentralen Dienste vor Herausforderungen, etwa bei IT, Betrieb und Administration.

Trotz dieser Zusatzbelastung schloss die PHSH das Jahr mit einem positiven Betriebsergebnis ab. Der Ertragsüberschuss beträgt 153'640 Franken und wird laut Geschäftsbericht den freien Reserven zugewiesen.

Die Grundfinanzierung der PHSH erfolgt über den Staatsbeitrag des Kantons Schaffhausen. Hinzu kommen Ausgleichszahlungen benachbarter Kantone sowie Drittmittel von Förderinstitutionen.

Ist dieser Artikel lesenswert?

Ja
Nein

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren