Zoll verhindert Schmuggel einer Segeljacht

Autor
Daniel Zinser

Deutsche Zöllner haben an der Grenze bei Bietingen einen Schweizer Mann aufgehalten, der versuchte eine ganze Segeljacht über die Grenze zu schmuggeln.

Diese Segeljacht versuchte der Schweizer über den Zoll zu schmuggeln. Bild: zVg Hauptzollamt Singen

Zöllner des Hauptzollamts Singen haben Anfang Mai am Grenzübergang in Bietingen einen Schweizer kontrolliert, der ohne entsprechende Zollanmeldung eine Segeljacht zu Verkaufszwecken nach Deutschland einführen wollte. Der Mann gab gegenüber den Zöllnern an, keinerlei anmeldepflichtigen Waren mit sich zu führen. Für die auf einem Trailer mitgeführte Segeljacht konnte der Mann allerdings keine Fahrzeugpapiere vorweisen. Auf die Frage nach dem Ziel seiner Reise machte er mehrfach widersprüchliche Angaben. Der Schweizer wurde zunehmend nervöser und ungehaltener.

Als die Beamten daraufhin sein Fahrzeug kontrollierten, fanden sie nicht nur das Segel, den Hilfsmotor und weiteres Zubehör für die Jacht, sondern auch einen Kaufvertrag über rund 25'000 Franken vor. Aus dem Vertrag ergab sich, dass die Jacht an einen Deutschen verkauft worden ist und an einer Autobahnraststätte im Hegau übergeben werden sollte. Neben dem Kaufvertrag wurde auch der annullierte Schweizer Fahrzeugschein für die Segeljacht aufgefunden.

Gegen den Reisenden wurde wegen des Nichtanmeldens der Segeljacht ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Zusätzlich zu den sofort fälligen Einfuhrabgaben in Höhe von gut 5000 Euro musste er für die zu erwartende Geldstrafe noch weitere 2000 Franken als Sicherheit hinterlegen. Anschließend konnte der Mann seine Reise - mit der Jacht - fortsetzen.

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