Schaffhausen will erstmals Brustkrebsvorsorge anbieten

Eva Schmid | 
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Alle zwei Jahre zur Vorsorge gegen Brustkrebs. Bild: Keystone

Bereits ab Herbst dieses Jahres soll für weniger als 20 Franken allen Frauen zwischen 50 und 74 Jahren das Vorsorgeprogramm zur Verfügung stehen. Damit reagiert die Politik auf zahlreiche Forderungen.

Viele Frauen dürften nun aufatmen: Ein frühzeitig erkannter Brustkrebs kann heute recht gut behandelt werden – jedoch geht das nur mit einer regelmässigen Vorsorge. Und die soll es ab Herbst 2026 wieder geben. «Es gab dazu einen breiten politischen Auftrag, Vorstösse und auch eine Petition aus der Bevölkerung», sagt Regierungsrat und Vorsteher des Departementes des Innern, Marcel Montanari, am Freitag an einer Medienkonferenz.

Das Angebot soll allen Frauen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren alle zwei Jahre auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen. Zuvor jedoch muss der Kantonsrat dafür einem Verpflichtungskredit von knapp 1,3 Millionen Franken zustimmen.

Medienkonferenz des Departements des Innern zu den Themen Mammographie-Screening, Aufsuchender Dienst Forensic Nurses sowie First Responder, Reto Mittler - Leiter Gesundheitsamt, Freitag, 08.05.2026, Schaffhausen (Roger Hofstetter/Schaffhauser Nachrichten
Reto Mittler, der Leiter des Gesundheitsamtes, informiert über das geplante Screening. Bild: Roger Hofstetter

Der Betrieb des Mammographie-Programms, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes, Reto Mittler, am Freitag, sei auf acht Jahre angelegt. Umgesetzt werde es mit der Stiftung Krebsscreening Aargau, die im Zuge der neuen Zusammenarbeit unter dem Namen «Clario» agieren wird. «Eigentlich war bereits für letztes Jahr der Programmstart vorgesehen, aber der bisherige Programmanbieter hat gekündigt», sagt Mittler. Die Krebsliga Ostschweiz war bisher dafür zuständig. Nachdem das Screening schweizweit durch eine Umstellung des Tarifsystems sistiert wurde, setzte sich die Schaffhauser Regierung die Weiterführung des Programms zum Ziel.

Screening im Posthof Neuhausen

«Daher haben wir dann auch verschiedene Anbieter für eine Kooperation geprüft», so Mittler. Nun soll die Aargauer Stiftung, die man nun ins Boot geholt habe, in Zusammenarbeit mit den Spitälern Schaffhausen die Vorsorge betreiben. Angeboten wird sie im Posthof Neuhausen, die Durchführung dort übernimmt das Personal der Spitäler. Der neue Anbieter hingegen verschickt systematisch alle zwei Jahre eine Einladung an die Zielgruppe und koordiniert die Termine. «Die Untersuchung ist im Rahmen des Screening-Programms von der Franchise befreit, die Teilnehmerinnen zahlen lediglich den Selbstbehalt.» Dieser soll laut Mittler bei weniger als 20 Franken liegen.

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