Schifffahrt auf dem Rhein: So fällt das Betriebsjahr der URh 2025 aus

Thomas Martens | 
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Bereit für eine erneut herausfordernde URh-Saison (v.l.): Geschäftsführer Remo Rey und Verwaltungsratspräsident Sönke Bandixen. Bild: Thomas Martens

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) verzeichnet 2025 «das zweitschlechteste Resultat in der URh-Geschichte». Nicht nur Niedrigwasser, sondern auch Quaggamuscheln sorgten für Probleme. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Passagierzahlen um 15 Prozent zurück. 

«Wir hatten das zweitschlechteste Resultat in der URh-Geschichte.» Mit diesen Worten brachte der Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein, Remo Rey, das Betriebsjahr 2025 am Dienstag auf den Punkt. Trotz eines positiven Betriebsergebnisses (EBITDA) von 349'000 Franken gab es ein dickes Minus von 207'000 Franken. Abschreibungen in Höhe von 647'000 Franken trübten die Bilanz. «Damit wurden Investitionen der letzten Jahre refinanziert», so Rey.

Probleme mit Quaggamuscheln 

Bereits im Vorjahr wurde ein Verlust von 70'000 Franken geschrieben. Nur das erste Coronajahr 2020 war schlimmer: Damals resultierte ein Minus von mehr als 400'000 Franken Wenn 2025 eine ganz normale Saison gewesen wäre, fahrplanmässig von April bis in den Herbst hinein, wäre es sicherlich nicht so schlimm gekommen. Doch es war alles andere als ein normales Jahr. Von 180 Fahrtagen konnten an 74 Tagen, also an 41 Prozent, die Kurse nicht durchgehend bedient werden. Bereits zu Saisonstart mussten die Kapitäne kapitulieren, aufgrund des niedrigen Rheinpegels konnte Diessenhofen nicht angefahren werden. Und dann machten die Ablagerungen von toten Quaggamuscheln Probleme, weil sie die Schifffahrtsrinne bei der Hemishoferbrücke verstopften.

Insgesamt beförderte die URh 265'381 Passagiere, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 15 Prozent. Bereits der verschobene Saisonstart führte im April zu einem Minus von 20'000 Fahrgästen. Wenn Wetter und Wasserstand stimmten, blieb die Nachfrage intakt. Im August wurden 71'500 Passagiere verzeichnet – ein Wert wie in guten Jahren. Der frequenzstärkste Tag war der 7. August mit 4066 Fahrgästen. Im Herbst lud dann das Wetter nur an wenigen Tagen zu einer Schifffahrt auf Untersee und Rhein ein.

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