Geschäftsbericht 2025: Schaffhauser Kantonalbank macht 5 Millionen Franken weniger Gewinn als im Vorjahr
Die Schaffhauser Kantonalbank erzielt im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 51,6 Millionen Franken. Das sind rund fünf Millionen Franken weniger als noch im Vorjahr. Ein Hauptverantwortlicher sei der tiefe Leitzinssatz der Schweizerischen Nationalbank.
Trotz des anspruchsvollen Umfelds habe die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) 2025 ein solides Ergebnis erzielt, wie sich die Bank in ihrer Medienmitteilung selbst einschätzt. Das Kerngeschäft wachse zwar, doch die Kosten steigen leicht an und das anhaltend tiefe Zinsniveau belaste die Erträge deutlich. So hat die Schweizerische Nationalbank den Leitzins im Juni 2025 auf 0 Prozent gesenkt, wo er nach wie vor verweilt.
Der Nettoerfolg im Zinsgeschäft, die wichtigste Ertragsquelle der SHKB, sinkt entsprechend stark um 21,5 Prozent auf 79,9 Millionen Franken. Folglich sinkt auch der Betriebsertrag gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent auf 144 Millionen Franken (2024: 161,3 Millionen Franken). Gedämpft wird der Fall von der positiven Entwicklung des Kommissionsgeschäfts, das 42,5 Millionen Franken (+5 Prozent) Ertrag verbucht, und des Handelsgeschäfts, das einen Ertrag von 15,8 Millionen Franken (+3,1 Prozent) erzielt.
Insgesamt erzielt die SHKB einen Geschäftserfolg von 66,6 Millionen Franken (–23,2 Prozent), wovon 15 Millionen Franken dem Eigenkapital zugewiesen werden. Unter dem Strich bleibt der SHKB also ein um 8,9 Prozent niedrigerer Jahresgewinn von 51,6 Millionen Franken (2024: 56,7 Millionen Franken). Davon werden 41,4 Millionen Franken dem Kanton ausgezahlt, was einem Betrag von 461 Franken pro Schaffhauserin und Schaffhauser entspricht.
Steigender Aufwand
Während der Gewinn sank, entwickelte sich der Geschäftsaufwand in die andere Richtung: Er stieg um 2,7 Prozent auf 71,7 Millionen Franken (2024: 69,9 Millionen Franken) an. Die SHKB begründet dies insbesondere mit Investitionen in die Digitalisierung und Personal. So beschäftigt die SHKB per Ende 2025 insgesamt 394 Personen, was 20 Angestellte mehr sind als noch im Vorjahr. Zu den knapp 400 Angestellten zählen auch 19 Lernende.
2026 betrachtet die SHKB bislang verhalten positiv. Geopolitische sowie wirtschafts- und geldpolitische Unsicherheiten würden jedoch weiterhin zu erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten führen. In der Schweiz bleibe das tiefe Zinsumfeld ein zentraler Faktor. Eine ausgewogene Diversifikation bleibe auch 2026 entscheidend, um Risiken zu steuern und stabile Erträge zu sichern, so die SHKB.