GF-Systeme für Komfort und Hygiene

Rolf Fehlmann | 
Lesenswert
Noch keine Kommentare
Freuen sich über die Gebäudetechnik im neuen Hotel 1802: Jil Kropf (l.), Geschäftsführerin Klostergut Paradies, und GF-Immobilienchefin Susanne Eigenheer. Bild: GF

Dass in einem Hotel von GF auch Technik von GF verbaut wird, liegt auf der Hand – und macht das Gebäude, aber auch den Betrieb nachhaltig.

«Im Hotel 1802 stammt das gesamte Heiz- und Kühlsystem von GF», sagt Oliver Fluck, Fachprojektleiter Lüftung bei 3-Plan AG. Das Unternehmen erarbeitet für seine Kunden Gebäudetechnik-Lösungen, die es entwickelt, plant, umsetzt und in Betrieb nimmt.

Unsichtbar heizen und kühlen

Weil GF grössten Wert auf Nachhaltigkeit legt, werden auch im Hotel 1802 Wärme und Kälte ressourcenschonend erzeugt. «Wir heizen mit einer Fussbodenheizung, die im Sommer auch kühlen kann», sagt Fluck. «In den Zimmern kommen zudem unter der Gipsdecke eine Deckenkühlung und -heizung zum Einsatz.» So werden im Sommer maximal 26 Grad Raumtemperatur erreicht, im Winter mindestens 21 Grad.

Zwei Systeme kühlen im Foyer

Im Hotelfoyer werden zur Kühlung zwei Systeme genutzt, die in der Decke verbaut sind. Das eine ist im Beton eingebaut (rund 20 Prozent der Deckenfläche), das andere – wie in den Hotelzimmern – unter der Gipslochdecke (rund 80 Prozent der Deckenfläche). Fluck: «Das Kühlsystem im Betonkern übernimmt die Grundlast der Kälteabgabe und reagiert etwas träger, das System unter der Gipslochdecke reagiert schneller und deckt die Lastspitzen ab.» Als Medium zum Heizen wie auch zum Kühlen wird Wasser verwendet. Erwärmt beziehungsweise gekühlt wird es von einer Luft-Luft-Wärmepumpe, die ausserhalb des Gebäudes installiert ist. Gespeichert werden das warme und das kalte Wasser in zwei isolierten Pufferspeichern im Keller, von denen jeder 2000 Liter fasst.

Überall hygienisches Trinkwasser

Ein weiteres System von GF stellt sicher, dass das Trinkwasser im gesamten Gebäude überall und zu jedem Zeitpunkt von hygienisch einwandfreier Qualität ist. «Das Hycleen System von GF sorgt dafür, dass das Warmwasser im gesamten Rohrleitungsnetz dauernd zirkuliert und im Verteilsystem eine konstante Temperatur von 55 Grad Celsius hält; an der Entnahmestelle sind es konstante 50 Grad», erläutert Fluck. «Bei dieser Temperatur werden Erreger abgetötet, zum Beispiel Legionellen.» Zudem sind die Wasserleitungen so gebaut, dass es nirgendwo im Leitungsnetz «tote Taschen» gibt, in denen sich Erreger festsetzen könnten.

Kalk ohne Verkalkung

Bleiben wir beim Wasser: Ein drittes System – das Coral-Force-System von GF JRG – sorgt dafür, dass sich der Kalk aus dem Wasser nicht in den Rohrleitungen ablagert. Mithilfe eines Katalysators wird der Kalk aber nicht aus dem Wasser entfernt, sondern lediglich so umgewandelt, dass er keine Verkalkungen mehr bildet. Fluck: «Kalk ist ja nicht ungesund.»

Aus GF-Fittingen werden Kleiderhaken: Ein Projekt von Lernenden

Georg Fischer bildet am Standort Schaffhausen rund 100 Lernende in neun verschiedenen Lehrberufen aus. Gemeinsam mit ihren Berufsbildnern setzen sie vielfältige Projekte für das Unternehmen um – so auch ein Projekt im Paradies.

Mit ihrem Projekt verfolgen die GF-Lernenden das Ziel, aus einem Temperguss-Kreuzfitting oder einem 90-Grad-Bogen einen Kleiderhaken zu entwickeln. Dieser soll später in den Hotelzimmern statt der herkömmlichen Kleiderhaken montiert werden. So wird im neuen Hotel 1802 die Geschichte von Georg Fischer auf besondere Art weitergeschrieben – an einem Ort, an dem sich die Tradition von Georg Fischer harmonisch mit einer modernen, zukunftsorientierten Vision verbindet.

Zunächst entwickeln die Lernenden drei Prototypen als Grundlage für weitere Entscheidungen, zum Beispiel hinsichtlich Grösse, Befestigung oder Farbe. Begleitet wird das Projekt vom Berufsbildner der Automatiker und Polymechaniker, Daniel Mezger, der die Lernenden fachlich unterstützt. Nach Abschluss des Projekts soll der Kleiderhaken auch in weiteren Vorhaben mit Bezug zu GF eingesetzt werden und so das Unternehmen in verschiedenen Kontexten repräsentieren.

Ist dieser Artikel lesenswert?

Ja
Nein

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur Abonnenten und registrierten Benutzern zur Verfügung.

Registrieren