Was tun nach der Schlemmerei an den Festtagen? Tipps und Gewinnspiel für die Gesundheit
Fondue Chinoise, Braten und Champagner gehören für viele untrennbar zu Weihnachten und Neujahr. Doch wie stark schlagen sich die kulinarischen Exzesse auf Gewicht und Gesundheit nieder? Eine Ernährungsberaterin hat eine gute Nachricht für alle Geniesserinnen und Geniesser. Und ein Zahnarzt wartet darauf, Ihren Zähnen etwas Gutes zu tun.
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Ihre Schaffhauser Nachrichten
Die leiblichen Freuden über die Festtage sind gross: An Heiligabend essen wir vielleicht ein Fondue moitié-moitié, davor und danach wollen Mailänderli und Zimtsternli vernascht werden, am Weihnachtstag folgt vermutlich ein Rindsbraten mit Spätzli, über Neujahr ein Fondue Chinoise sowie ein, zwei oder drei Gläschen Champagner, die den zuvor getrunkenen Glühwein ablösen wollen. Seien wir ehrlich: Wir werden nach Herzenslust trinken und schlemmen – und uns Fett, Zucker und Alkohol in grossen Mengen zuführen.
«Kürzere Zeit etwas ausgiebiger zu geniessen, ist meist nicht so tragisch.»
Wie schwer fallen die bevorstehenden Exzesse (ganz buchstäblich) ins Gewicht?
Wir haben nachgefragt bei Ernährungsberaterin Karin Zischg, die 17 Jahre bei den Spitälern Schaffhausen tätig war und seit Kurzem selbstständig in einer Praxis in Stein am Rhein arbeitet. Sie bringt frohe Kunde gleich zu Beginn: «Kürzere Zeit etwas ausgiebiger zu geniessen, ist meist nicht so tragisch, wenn die restlichen Tage im Jahr mehr oder weniger ausgewogen gestaltet werden.»
Und wie können wir die Auswirkungen auf Körper und Gesundheit einigermassen begrenzen?
Gleichwohl sei es ratsam, «es über die Feiertage nicht völlig zu übertreiben, sondern Genuss, Freude und das Zusammensein in den Vordergrund zu stellen». Eine gewisse Gewichtszunahme sei trotzdem realistisch. Für ein zusätzliches Kilogramm an den Rippen genüge etwa das Dreifache des durchschnittlichen Tagesbedarfs eines Erwachsenen (etwa 7000 Kilokalorien), zusätzlich zur gewöhnlichen Kost, versteht sich. «Bei mehreren Tagen mit viel Alkohol, Süssem und Fettigem erreicht man das schon», so Zischg.
Welche konkreten Tipps hat die Ernährungsberaterin?
Während der Schlemmerei lohne es sich, gut auf den Körper zu hören – und bei Völlegefühl, Sodbrennen oder Müdigkeit die dritte Portion Spätzli oder das vierte Gläschen Prosecco möglichst von seinem Magen fernzuhalten. Bei der Verdauung können Kräuter und Gewürze gute Unterstützung leisten: Kümmel, Zimt, Ingwer, Thymian, Fenchel und andere mehr. Diesem Ratschlag folgend lassen sich zum Beispiel Kümmel dem Fondue beimengen oder Thymianzweige beim Ansetzen des Bratens mit in den Topf legen. Alternativ oder zusätzlich kann man sich auch einen Fencheltee machen.
Ansonsten: «Gut kauen, sich beim Essen Zeit nehmen und öfter einmal raus an die frische Luft.» Ein Spaziergang rege Verdauung und Stoffwechsel an – wenn man denn eine halbe Stunde oder länger durch die dann voraussichtlich schneefreie Umgebung zieht.
Bewusst zu geniessen sei im Übrigen wichtiger, als gewisse Speisen oder Getränke zu meiden, nur weil sie zum Beispiel besonders viel Zucker oder Fett enthalten. «Verbotenes ist meist nur noch spannender», sagt Zischg augenzwinkernd. Tatsächlich mache – wie so oft – die Menge das Gift. Ein paar Mailänderli, zusätzlich genascht, oder ein weiteres Lachshäppchen kann man sich also ruhigen Gewissens genehmigen.

