Suche nach Entflohenem aus Reichenau geht weiter: Bisher gibt es keine Spur vom gesuchten Straftäter

Lucas Blumer | 
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Der entflohene Straftäter wird seit 10 Tagen gesucht. Bild: Pexels

Am 30. November ist ein Mann aus der Psychiatrie Reichenau geflohen. Auch nach 10 Tagen bleibt der verurteilte Straftäter spurlos verschwunden. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung und warnt vor einem direkten Kontakt.

Update

Der Gesuchte wurde gemäss einer Mitteilung der Konstanzer Polizei vom 18. Dezember in Italien verhaftet. Die Öffentlichkeitsfahndung ist damit hinfällig.

Es ist immer noch unklar, wo der Geflüchtete aus Reichenau steckt. Vor zehn Tagen befand er sich auf einem begleiteten Ausgang auf dem Gelände der Psychiatrie Reichenau, als er die Gelegenheit nutzte und in eine unbekannte Richtung davonlief. Ein Pfleger nahm zwar sofort die Verfolgung auf, konnte ihn aber nicht mehr einholen. 

Der 20-jährige Mann ist seitdem spurlos verschwunden und wird mittlerweile mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht, wie der «Südkurier» berichtet.

Bis anhin habe die Polizei 45 Meldungen aus der Bevölkerung erhalten. Diese hätten jedoch keine weiteren Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort des Gesuchten ergeben. Es gebe keine Hinweise, ob sich der Mann noch im Bodenseeraum aufhält oder nicht.

Verurteilt wegen Mordversuch

Der Mann wurde 2024 wegen versuchten Mordes verurteilt und in die Psychiatrie Reichenau eingeliefert. Er hat versucht, einen Mitbewohner in der Asylunterkunft mit einem Küchenmesser zu töten und fiel in der Vergangenheit durch kleinere Straftaten wie Ladendiebstahl auf.

Das Polizeipräsidium Konstanz warnt vor einem direkten Kontakt und bittet Personen, die den Geflohenen sehen, direkt der örtlichen Polizei anzurufen. Es besteht ein Europäischer Haftbefehl.

Die Schweizer Behörden seien zudem auch informiert. Aktuell gibt es keine Hinweise, dass sich der Geflohene in der Schweiz aufhalten könnte. Die Schaffhauser Polizei erreichen Sie via die Notrufnummer 117 oder via 052 624 24 24.

Bei seiner Flucht trug der Mann eine schwarze Weste, eine schwarze Hose, einen grünen Pullover, blaue Schuhe und eine schwarze Mütze. Er ist 1,87 Meter gross, hatte zum Zeitpunkt seiner Flucht einen dünnen Oberlippenbart und kurze schwarze lockige Haare. Er flüchtete ohne Geld, Handy oder Ausweis. 

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