Von Ravioli bis Mittelmeer-Gemüse

Rolf Fehlmann | 
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Im sorgfältig renovier ten Restaurant 1802 erwartet die Gäste hochwertiges, frisch gekochtes Essen. Wo möglich, stammen die Zutaten aus der Region und richten sich nach der Saison. Bild: GF

Als Restaurant 1802 hat sich das Gasthaus im Paradies neu erfunden – auch darum, weil mit dem neuen Hotel 1802 jetzt Gäste aus der ganzen Welt kommen. Was das für das kulinarische Angebot bedeutet, erklärt Gastgeber Hanspeter Tobler.

Schon immer scheint das Paradies den Appetit der Menschen geweckt zu haben: Bereits im 16. Jahrhundert gab es innerhalb der Klosteranlage eine Schenke für Pilger, und seit dem 18. Jahrhundert steht das Restaurant an seinem heutigen Ort. Statt Pilgern genossen seither hauptsächlich Menschen in ihrer Freizeit die Gastlichkeit direkt am Rheinufer.

Vielfältiger Gäste-Mix

Mit der Inbetriebnahme des neuen Hotels und des renovierten Restaurants 1802 ist das Spektrum der Gäste breiter geworden: Unter der Woche speisen in der Gaststube auch jene, die an Veranstaltungen im Ausbildungszentrum Paradies teilnehmen, aber auch Gäste von Firmen- und privaten Anlässen.

Freuen sich darauf, ihren Hotel- und Restaurantgästen Genuss, Freude und gute Erinnerungen zu bereiten: Jil Kropf, Geschäftsführerin des Klosterguts Paradies, und Hanspeter Tobler, Gastgeber im Restaurant 1802. Bild: GF

Ab Ostern soll das «1802» seine Gäste an sieben Tagen in der Woche empfangen, so der Plan von Gastgeber Hanspeter Tobler. Bis dahin hat das Restaurant jeweils von Donnerstag bis Montag geöffnet. «Unter der Woche können unsere Gäste über Mittag neben à la carte auch zwischen drei Business-Lunches auswählen», sagt Tobler. «Einmal mit Fleisch, einmal mit Fisch und einmal vegetarisch; am Abend kommen neben À-la-carte- noch Grillspezialitäten hinzu.» Die kleine Nachmittagskarte – es gibt sie ab Sommer – richtet sich laut Tobler hauptsächlich an Freizeitgäste, die zu Fuss oder auf zwei Rädern ins Paradies kommen. Für Hotelgäste servieren Tobler und sein Team zudem ein Frühstück.

Küche mit internationalem Flair

Und was kommt denn im Restaurant 1802 so auf den Tisch? «Eine gehobene, gutbürgerliche Küche», umschreibt Tobler das kulinarische Angebot. «Der Internationalität unserer Klientel tragen wir dabei insofern Rechnung, als wir uns vom Konzept ‹gutbürgerlich› nicht übermässig einschränken lassen», fügt er bei. So könnten sich durchaus auch Einflüsse aus anderen Küchen auf der Menükarte zeigen – zum Beispiel hochwertige Ravioli oder Caramelle, «alles selbst gemachte Teigwaren», wie er betont. Auch die Dessertleckereien werden inhouse von zwei Patissières kreiert.

Qualität und Saisonalität sind Tobler und seinem Team wichtig. Das gelte für die Grossmutterküche genauso wie für Delikatessen, zum Beispiel Skrei (norwegischer Winterkabeljau, den es nur zwischen Januar und April gibt), oder Sashi-Beef (exklusives Rindfleisch von bester Qualität aus Skandinavien). Platz auf der Karte findet aber auch Mönchsbart, ein mediterranes Frühlingsgemüse, das leicht salzig, frisch und knackig schmeckt.

Und noch etwas ist Tobler wichtig – die Wasser-Flatrate: «Wenn sie à la carte essen, bekommen unsere Gäste für vier Franken unbegrenzt frisches, im Haus aufbereitetes Cholfirst-Wasser auf ihren Tisch.» Auch den Kaffeepreis halte er «bewusst in einem vernünftigen Rahmen», betont er. Der heute 47-jährige Tobler verfügt über insgesamt 30 Jahre Erfahrung als Gastgeber, Betriebsleiter und Küchenchef. Nach der Kochlehre im «Schupfen» führte ihn sein beruflicher Werdegang unter anderem an Stationen wie den Andelfinger «Löwen» oder die «Karthause» in Ittingen.

Hotel 1802: alle Zimmer mit Aussicht

Aussen zurückhaltend, innen «wow»: So oder ähnlich könnte man den Charakter des Hotels 1802 beschreiben. Das Erlebnis beginnt im über zehn Meter hohen, offenen Eingangsbereich beim Check-in-Automaten, der ein flexibles Ankommen ermöglicht. Von da aus gelangt man in die Lounge, welche sich Richtung Rheinufer öffnet und wo das Frühstück serviert wird, und in die 34 Zimmer. Was das Hotel besonders macht: Jedes Zimmer bietet einen Ausblick auf den Rhein oder in die Natur; und alle Zimmer sind mit hochwertigen, naturnahen Materialien ausgestattet. Die funktionale, minimalistisch angehauchte Gestaltung setzt sich in den Abläufen fort, die harmonisch ineinandergreifen.

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