Christoph Blocher sieht in Crans Montana-Katastrophe Symptom für politische «Verlotterung»
Nach der tödlichen Brandkatastrophe in Crans-Montana rechnete Alt-Bundesrat Christoph Blocher in der Teleblocher-Sendung vom 9. Januar mit Politik und Behörden ab.
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana erschütterte die Schweiz weit über die Feiertage hinaus. In der Teleblocher-Sendung vom 9. Januar 2026 nahm Alt-Bundesrat Christoph Blocher das Unglück zum Anlass für eine grundsätzliche Abrechnung mit Politik und Behörden. Er sprach von systemischem Versagen, mangelnder Verantwortung und einer gefährlichen Nachlässigkeit im Umgang mit Sicherheitsstandards.
Zu Beginn der Sendung sprach Christoph Blocher über die verheerende Brand-Tragödie in Crans-Montana, die in der Silvesternacht im Nachtclub Le Constellation ausgebrochen war. Das Ereignis habe schweizweit Bestürzung ausgelöst. Rund 40 Menschen seien ums Leben gekommen, über hundert weitere schwer verletzt worden – überwiegend junge Besucherinnen und Besucher. Blocher erklärte, das Unglück sei für ihn weit mehr als ein tragischer Einzelfall. Es habe gezeigt, «dass man Warnungen systematisch ignoriert und Kontrollen nur noch auf dem Papier stattfinden». Die Katastrophe offenbare aus seiner Sicht gravierende strukturelle Mängel in den Bereichen Brandschutz, Aufsicht und behördliche Verantwortung.
Die Vorgänge in Crans-Montana deutete er als Ausdruck eines umfassenderen Problems. Der Staat habe in zentralen Bereichen an Konsequenz und Ordnung verloren. Wörtlich sagte Blocher, das Land erlebe eine schleichende «Verlotterung der Zustände», bei der Zuständigkeiten verwässert und Pflichten nicht mehr ernst genommen würden.
Besonders kritisch äusserte er sich zur politischen Führung. Diese habe es versäumt, klare Standards durchzusetzen und Risiken frühzeitig zu erkennen. «Wenn niemand mehr wirklich verantwortlich ist, endet das zwangsläufig in solchen Katastrophen», sagte Blocher.
Abschliessend forderte er eine Rückbesinnung auf verbindliche Regeln und konsequente Kontrollen. Sicherheit dürfe nicht dem politischen Opportunismus geopfert werden. Crans-Montana sei, so Blocher, «eine bittere Mahnung dafür, was geschieht, wenn ein Staat seine Kernaufgaben vernachlässigt».