Das Familienteam Schneider kürt sich zum ersten Mal zum Schaffhauser Curling-Meister
Das Team um Skip Martin Schneider gewinnt zum ersten Mal überhaupt die Schaffhauser Curling-Meisterschaft.
Das Familienteam mit Skip Martin Schneider hat die Mannschaft von Titelverteidiger Rolf Stocker im Endspiel der Schaffhauser Meisterschaft mit 6:5 geschlagen und wird zum ersten Mal Schaffhauser Meister. Im Team von Martin Schneider spielen seine Frau Irene, seine Söhne Rafael und Patrick sowie Daniel Rieser als einziger Spieler von ausserhalb der Familie.
Wie auch an den Olympischen Spielen wurden nach einer Qualifikationsrunde Playoff-Spiele mit Halbfinale und Finale ausgetragen. Das Finalspiel war sehr hochklassig. Es lagen oft viele Steine im Haus und diese wurden immer so gut platziert, dass der Gegner nur wenige Steine zum Zählen brachte. Mit beidseitig hoher Präzision wurden jeweils die noch möglichen Steine geschrieben. Im fünften End konnte das Schneider-Team erstmals einen Stein stehlen zum Zwischenresultat von 4:2. Durch ein Zweierhaus im siebten End ging man mit einem 6:3-Vorsprung ins letzte End. Dieses wurde vom Stocker-Team kompliziert aufgebaut, um möglichst noch mindestens drei Steine schreiben zu können.
Schneider-Team jedes Jahr besser
Das Schneider-Team hielt dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass beim allerletzten Stein mit einem extrem schwierigen Promotion-Take-out noch drei oder vier Steine möglich gewesen wären. Fabian Schmid als Nummer vier des Stocker-Teams spielte dann den Stein fast ideal, es resultierten aber nur zwei eigene Steine näher am Zentrum. Damit war der Sieg für das Schneider-Team perfekt. Im Spiel um den dritten Rang schlug die Mannschaft von Yves Bamert das Team von Heinz Weber. Als Aufsteiger war das Erreichen der Playoffs für das Weber-Team ein schöner Erfolg.
Skip Martin Schneider spielt seit über 25 Jahren Curling und hat damit die notwendige Erfahrung für den taktisch richtigen Stein in den verschiedenen Spielsituationen. Seine Frau Irene ist vor etwa zwölf Jahren eingestiegen und spielt die Einer-Steine jeweils mit der richtigen Länge ins oder vor das Haus. Sohn Patrick begann als Junior und hat damit das technische Rüstzeug für die richtig schwierigen und entscheidenden Steine als Nummer vier. Der zweite Sohn Rafael spielt erst seit sieben Jahren und hat die Konstanz seiner Steine sehr schnell perfektioniert.
Die beiden Söhne sind ausgezeichnete Wischer und können den Stein dadurch oft in die optimale Position bringen. Daniel Rieser spielte auch schon als Junior, machte dann eine kurze Pause und ist nun seit etwa 30 Jahren im Schaffhauser Breitensport aktiv. Er ist auf allen Positionen einsetzbar. Das Team steigerte sich von Saison zu Saison immer weiter und konnte nun als Höhepunkt das starke Stocker-Team mit den ehemaligen Elite-Spielern Lara Stocker und Fabian Schmid schlagen.
Erstmals Mixed-Doubles-Meisterschaften
Auf Initiative des Spielleiters Oliver Widmer wurden in dieser Saison erstmals auch Schaffhauser Meisterschaften in der Kategorie Mixed Doubles ausgetragen. Es beteiligten sich auf Anhieb zwölf Teams. Auch hier wurden nach einer Vorrunde Playoffs gespielt. Das Duo mit Evelyne Kuster und Stefan Naef gewann sowohl das Halbfinale wie auch am Ende das Finale gegen Jara Lengweiler und Michael Försterling. Das Team Kuster/Naef ist somit der erste Schaffhauser Mixed-Doubles-Meister. (M.H.)