VC Kanti verliert Hinspiel im Europacup-Sechzehntelfinal in Ostrava glatt in drei Sätzen

Reinhard Standke | 
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Josipa Marković erzielte gegen TJ Ostrava 17 Punkte, konnte jedoch damit die Niederlage des VC Kanti nicht verhindern. Bild: Werner Schläpfer

Nach dem 0:3 vom Sonntag in Neuenburg verlor der VC Kanti das Hinspiel im CEV Challenge Cup bei TJ Ostrava mit 0:3.

Trainer Nicki Neubauer hatte im Vorfeld auf die Stärken des Gegners im Hinspiel der 1/16-Finals des CEV Challenge Cup, des Tabellenletzten der tschechischen Extraliga, TJ Ostrava, hingewiesen. In der Hala Verensa in Ostrava, die mit enttäuschenden 105 Zuschauern nicht einmal zu einem Fünftel gefüllt war, sollten sich gestern die Hoffnungen auf eine gute Ausgangslage für Rückspiel in der nächsten Woche nach 80 Spielminuten zerschlagen.

Für die Europacup-Partie, in der nicht wie in der Nationalliga A unter den sieben aktuell eingesetzten Spielerinnen (inklusive Libera) zwei in der Schweiz «ausgebildete» Spielerinnen sein müssen, schickte Kanti-Trainer Neubauer anstelle von Martina Koch als zweite Mittelblockerin die Finnin Netta Rekola auf das Feld. Doch der VC Kanti begann in den ersten beiden Sätzen da, wo er am Sonntag im Spiel bei Neuenburg UC aufgehört hatte. «Wir haben uns wieder sehr schwergetan, im Angriff zu scoren», benannte Nicki Neubauer die Hauptproblematik für die Niederlage in Tschechien. «Erst ab Mitte des zweiten Satzes ist es etwas besser geworden. Zwar konnten die Schaffhauserinnen bis jeweils 10 Punkten mithalten, doch dann zogen die Gastgeberinnen auf 18:10 beziehungsweise 16:11 davon und legten mit 2:0 Sätzen vor (25:18, 25:19). Ab dem zweiten Satz setzte Neubauer Kimi Schnegg anstelle von Isabella Loffreda auf der Liberaposition ein. Ab Mitte des zweiten Durchgangs sollte Erin Shomaker neue Impulse im Angriff bringen, an ihrer Stelle blieben zeitweilig Lina Lieb beziehungsweise Jordan Lockwood am Spielfeldrand.

Ab Mitte des zweiten Satzes verbesserte sich die Angriffsleistung der Gäste. Die Schaffhauserinnen machten einen Vier-Punkte-Rückstand (9:13) wett, blieben dann und erarbeiteten sich einen Satzball (24:23). Ostrava punktete jedoch und nutzte in der Folge den dritten Matchball zum 28:26. Anstelle der sonst erfolgreichen Kanti-Punktelieferantinnen avancierte in Ostrava Josipa Marković (17) zur Topscorerin des Spieles, dies vor Lockwood (9) und Lieb (4).

«Es wird teilweise sehr zögerlich gespielt.»

Nicki Neubauer Cheftrainer VC Kanti

Bei den Ursachen für das mangelnde Angriffsspiel verwies Trainer Neubauer einerseits auf gewisse Probleme in der Ballkontrolle, andererseits auf die Befolgung des Gameplans. «Es wird teilweise sehr zögerlich gespielt, teilweise nichts geändert, auch wenn der Gegner etwas anderes macht. Viel ist aber auch individuell.» Nach einer nicht optimalen Annahme komme es zu wenig zu einer aussichtsreichen Konstellation im Angriff.

Nach den drei verlorenen Sätzen in Ostrava steht der VC Kanti, was den Einzug in die Achtelfinals angeht, mit dem Rücken an der Wand. Um dennoch die nächste Runde erreichen zu können (der Gegner wird zwischen Charleroi/Bel und Nicosia ermittelt, Hinspiel 0:3), dürfen die Schaffhauserinnen im Rückspiel am Mittwoch der nächsten Woche in der BBC-Arena nicht mehr als einen Satz verlieren: Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg kann das Team den Golden Set erreichen. «Dies ist zu Hause sicher möglich, aber dafür müssen wir besser Volleyball spielen», sagt Trainer Neubauer. Sobald TJ Ostrava jedoch zwei Sätze gewinnt, wäre das Ausscheiden des VC Kanti besiegelt, auch dann, wenn die Munotstädterinnen das Heimspiel mit 3:2 gewinnen sollten.

Bis dahin bleibt zu hoffen, dass das Team von Nicki Neubauer in der NLA-Auswärtspartie vom Samstag in Wattwil gegen Volley Toggenburg zu einem druckvollen Angriffsspiel zurückfindet und mit einem Erfolg Selbstvertrauen im Team tanken kann.

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