Kreuzbandriss: Schwinger Jeremy Vollenweider muss die Saison schon wieder beenden

Fabio Bleise | 
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Höhepunkt der Karriere: Jeremy Vollenweider errang beim letztjährigen Esaf einen eidgenössischen Kranz – nun folgt der Rückschlag. Bild: zVg

Bitterer Rückschlag für den Schaffhauser Spitzenschwinger: Nach der Verletzung ist die Saison gelaufen.

Freud und Leid sind manchmal ganz nah beieinander. Das musste auch der Schaffhauser Spitzenschwinger Jeremy Vollenweider zuletzt sehr schmerzlich erfahren. Noch am Samstag siegte der Neu-Eidgenosse beim Aargauer Nationalturntag in Dottikon. Nur knapp zwölf Stunden später verletzte er sich im ersten Gang des Thurgauer Schwingfestes in Sirnach. «Nach einer MRI-Untersuchung steht leider fest, dass ich diese Saison keine Wettkämpfe mehr bestreiten werde», gibt Vollenweider in den sozialen Medien bekannt – und führt da noch weiter aus: «Ich habe mir das vordere Kreuzband gerissen, was nun einen operativen Eingriff erfordert.»

Trotz des Rückschlags zeigt sich Vollenweider optimistisch: «Ich gebe auch diesmal nicht auf, sondern komme stärker zurück.» Ein wichtiger Grund für die Zuversicht mag seine bewegte Lebensgeschichte sein. Denn für den Schaffhauser ist es bei Weitem nicht die erste und schon gar nicht die schlimmste Hiobsbotschaft, die er in seiner Karriere verarbeiten musste. Im Alter von 18 Jahren überlebte Vollenweider einen Herzstillstand, vier Jahre später überstand er eine Hodenkrebs-Erkrankung. Zuletzt kämpfte er 2024 mit einer gebrochenen Hand nach dem Nordostschweizer Schwingfest. In der vergangenen Saison blieb er verletzungsfrei und holte beim Esaf in Mollis seinen ersten eidgenössischen Kranz, der vorläufige sportliche Höhepunkt seiner Karriere.

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