Es kommt zum Derby: Kadetten stehen nach knappem Sieg gegen St. Otmar im Cup-Final

Fabio Bleise | 
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Die Kadetten Schaffhausen gewinnen mit 28:26 gegen St. Otmar St. Gallen. Bild: Alexander Wagner

Im Cup-Halbfinal gegen Ligakonkurrent St. Otmar St. Gallen tun sich die Kadetten schwer und liegen lange zurück, gewinnen aber letztlich knapp. Im Final wartet nun Winterthur.

Das war knapper als gedacht: Im Cup-Halbfinal am Samstagabend bekundeten die Kadetten phasenweise viel Mühe. Das lag zu einem grossen Teil an Gegner St. Otmar St. Gallen, der sich als ein äusserst aufsässiger Kontrahent entpuppte und bis zum Schluss an seine Chancen glaubte, ins Finale einzuziehen.

Nach einem ausgeglichenen Start konnten die von Ex-Kadetten-Spieler Michael Suter trainierten Ostschweizer nach etwas mehr als zehn gespielten Minuten erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Besonders in der Deckungsarbeit warf Otmar alles rein und machten dem Favoriten das Leben schwer. Doch die Kadetten zeigten Charakter – und den unbedingten Willen, in den Final einzuziehen. Rückraumshooter Ariel Pietrasik, der nach dem Spiel zum «Best Player» aufseiten der Schaffhauser gekürt wurde, stellte immer wieder den Anschluss für seine Mannschaft her. Noch vor der Halbzeit erzielte Topscorer Odinn Rikhardsson per Siebenmeter den 15:16-Pausenstand.

Heisse Schlussphase mit Happy End für die Kadetten

Doch auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Kadetten zunächst nicht, die Führung an sich zu reissen. Im Gegenteil: St. Otmar konnte mit einem weiter sehr couragierten Auftritt den Vorsprung sogar noch auf bis zu drei Tore ausbauen. In der Folge nahm allen voran Spielmacher Juan Castro Alvarez das Spiel in die Hand. Mit gleich vier Treffern ermöglichte der Spanier den Schaffhausern wieder den Anschlusstreffer. Patrik Martinovic gelang dann eine Viertelstunde vor Spielschluss der ersehnte Ausgleich zum 21:21 – die heisse Schlussphase war damit lanciert.

Elf Minuten vor Ablauf der Zeit gelang wiederum Rikhardsson die erste Führung der Kadetten, die nun Lunte gerochen hatten – und sich auch in der Deckung mitsamt einer starken Goalieleistung steigern konnten. Der Underdog konnte zum Schluss hin dem Tempo des Rekordcupsiegers nicht mehr folgen. Das beherzte Auftreten hatte viele Kräfte gekostet. Die Kadetten nutzten das ganz im Stile einer Spitzenmannschaft aus und packten somit die Chance beim Schopfe, dank eines sehr hart erkämpften 28:26-Sieges in den Final vorzudringen. Dort treffen die Kadetten auf Erzrivale Pfadi Winterthur, der sich gegen Stans (NLB) durchsetzte.

Telegramm

Schweizer Cup/Halbfinal. Kadetten Schaffhausen - St. Otmar St. Gallen 28:26 (15:16). - Pilatus-Arena Kriens, 2345 Zuschauer. - SR: Brunner/Salah. – Kadetten: Car (3 Paraden) / Bergmann (5); Meister (2 Tore), Prince, Saueressig (3), Rikhardsson (6), Ugiagbe, Hrachovec, Küttel, Peric, Castro Alvarez (7), Lier, Pietrasik (6), Markovic, Reznicky, Martinovic (4). – St. Otmar: Björkman Myhr (3 Paraden) / Jochum (3); Bolt (1 Tor), Tobler-Laroque, Dörwaldt, Brülisauer, Niederer, Locher, Stroustrup (6), Löfström (7/4), Höning (1), Da Silva Alves (3), Schneider (2), Möller (1), Braun (4), Wetzel (1). – Strafminuten: 6/12.

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