Machtdemonstration von Wacker

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Schaffhauser N…

Wacker Thun benötigt noch einen Sieg zum zweiten Meistertitel. Das Team von Trainer Martin Rubin fertigte Pfadi Winterthur zu Hause 32:23 ab und führt in der Best-of-5-Finalserie 2:1.

Mit viel Wucht greift der Wacker-Riese Lenny Rubin den Pfadi-Abwehrspezialisten Michal Svajlen (links) an. Bild: Key

Die ersten beiden Partien in diesem Final hatten mit einem Tor Unterschied geendet, und beide Mal fiel die Entscheidung praktisch mit der Schlusssirene – einmal erst in der Verlängerung. Diesmal gelang Wacker eine erste Halbzeit (16:6), die als nahezu perfekt bezeichnet werden kann. Die Berner Oberländer verteidigten äusserst aggressiv und kompakt, sodass die fehlerhaften Gäste kaum Lösungen fanden. Ausserdem präsentierte sich der Thuner Goalie Marc Winkler in Topform – in den ersten 30 Minuten verzeichnete der 30-Jährige mit zehn Paraden eine Abwehrquote von sagenhaften 67 Prozent.

Das erste Pfadi-Tor im ausverkauften Hexen­kessel fiel erst in der 10. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte Wacker schon 5:0. Nach dem 9:4 (20.) bauten die Thuner die Führung bis zur Pause auf zehn Tore aus. Phasenweise zauberten die Gastgeber. Den Höhepunkt bildete das 5:0 (9.): Lukas von Deschwanden spielte übers ganze Feld auf den rechten Flügel Jonas Dähler, der den Ball in der Luft fing und verwertete. Dähler war mit sieben Toren der beste Thuner Werfer. Für die Winterthurer traf ­Kevin Jud neunmal. Pfadi-Trainer Adrian Brüngger schüttelte nach dem Spiel nur den Kopf: «Heute ist uns vorne und hinten nichts gelungen. Wacker war in jeder Hinsicht die bessere Mannschaft.» Bei Martin Rubin war die Gefühlslage diametral anders: «Wir legten heute einen unbändigen Siegeswillen an den Tag. Alle Spieler verdienen ein Lob. Es war ein Erfolg des Teams», sagte Rubin. Im fünften Spiel am Pfingstmontag kann nun Wacker in der Eishalle Deutweg alles klarmachen. (sda)

NLA. Play-off-Final (best of 5). 3. Runde: Wacker Thun (1. der Finalrunde) - Pfadi Winterthur (2.) 32:23 (16:6); Stand 2:1. 2000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Sager/Styger. - Strafen: je achtmal 2 Minuten. - Wacker: Winkler/Wick (für 3 Pen. und ab 52.); Linder, Rubin (4), Raemy (5), Dähler (7), Suter (1), Glatthard, Lanz, Caspar (2), Friedli (5), Von Deschwanden (6/1), Guignet (1), Sorgen, Krainer (1). - Pfadi: Schulz/Vaskevicius (23. bis 30.); Bräm, Ott (2), Maros (1), Joël Tynowski, Hess (2), Pecoraro (3), Kasapidis (3), Langerhuus (1), Sidorowicz, Lier, Kuduz (1), Jud (9/1), Freivogel (1), Svajlen. - Bemerkungen: Wacker ohne Huwyler. Pfadi ohne Cédrie Tynowski, Vernier und Heer (alle verletzt). – Spiel 4: Montag, 17 Uhr (Eishalle Deutweg) . Ev. Spiel 5: 24. Mai.

2013

ging der Handballmeistertitel zum letzten Mal nicht an die Kadetten Schaffhausen. Wacker Thun setzte sich damals nach einem 0:2 gegen die von Matjaz Tominec trainierten Kadetten mit 3:2 Siegen durch. Gar 14 Jahre liegt der letzte Titelgewinn (2004) von Pfadi Winterthur zurück.

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