Jahresbericht der KSS Schaffhausen: Geprägt vom Hallenbadneubau und seit Langem wieder Verlust

Lucas Blumer | 
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Die wiedergewählten Mitglieder der Verwaltung (v. l. n. r. Michel Rubli, Katrin Bernath, Patrick Schwyn, Christian Heydecker, Daniel Preisig, Marco Planas. Es fehlt Markus Schmuki. Bild: zVg

Die KSS Schaffhausen blickt auf ein Jahr mit steigenden Besucherzahlen im Wasserpark- und Wellnessbereich und grossen Investitionen in die Infrastruktur zurück. Erstmals seit elf Jahren schreibt die Freizeitanlage wieder rote Zahlen.

Am gestrigen Montag lud die Schaffhauser KSS ihre Genossenschafter zur Generalversammlung: Das dominierende Thema des vergangenen Jahres war der geplante Neubau des Hallenbads, wie KSS-Präsident Christian Heydecker einleitend im Jahresbericht schreibt. Nachdem zwölf Architekturteams ihre Projekte eingereicht hatten, rechneten die Verantwortlichen mit einer raschen Entscheidung. Da die Jury jedoch die drei besten Projekte in eine Überarbeitungsrunde schickte, verzögerte sich der Prozess um rund ein Jahr.

KSS-Präsident Christian Heydecker bezeichnet dies zwar als «leichte Enttäuschung», sieht darin aber die Chance auf eine bessere Lösung. Die bestehende KSS-Kommission soll deshalb erweitert werden, damit künftig auch Schulen, Wellness-Nutzende und weitere Interessengruppen den Neubau begleiten können.

Alte Infrastruktur verursacht steigende Kosten

Während der Neubau weiter geplant wird, bereitet die bestehende Infrastruktur zunehmend Probleme. Wie Geschäftsführer Ueli Jäger schreibt, häufen sich technische Defekte. Pumpen fallen aus, Leitungen müssen repariert werden, und die Einhaltung moderner Hygiene- und Temperaturstandards wird immer aufwendiger. Dies führt zu steigenden Betriebskosten und zusätzlichen Investitionen in verschiedene Anlagen. Dazu belasten höhere Energiepreise die Rechnung. Unter anderem deshalb habe die KSS das erste Mal in zehn Jahren die Eintrittspreise per Anfang 2026 angepasst.

Für das Geschäftsjahr 2025 bedeutet das einen Verlust von rund 54'000 Franken. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von gut 80'000 Franken resultiert, auch dank der Curling-WM 2024, die in der IWC-Arena veranstaltet wurde.

Mehr Gäste im Wasser- und Wellnesspark

Die Beliebtheit der KSS bei ihren Gästen ist derweil ungebrochen. Im Wasserpark stiegen die Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr auf knapp 310'000 Eintritte. Die Einnahmen aus Hallen- und Freibad legten auf rund 1,59 Millionen Franken zu. Im Wellnesspark verzeichnete die KSS mit über 37'000 Besuchen gar einen neuen Rekord. Die Einnahmen stiegen um rund acht Prozent auf knapp 559'000 Franken.

Im Eispark ging die Zahl der Besucherinnen und Besucher nach mehreren Wachstumsjahren jedoch um rund 4000 Personen zurück. Mit knapp 77'000 Eintritten lag die Frequenz dennoch weiterhin auf hohem Niveau.

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