Neuer Präsident für Sturzenegger-Stiftung gewählt: Stephan Kuhn wird Nachfolger von Hortensia von Roda

Lucas Blumer | 
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Medienorientierung zur spektakulaere Neuerwerbung im Museum zum Allerheiligen , Bild zeigt Hortensia von Roda, Praesidentin Sturzenegger Stiftung, am Donnerstag, 23. Mai 2024. (Melanie Duchene / Schaffhauser Nachrichten)
Hortensia von Roda bei der Präsentierung eines zurückgekauften vergoldeten Doppelpokals im Mai 2024. Bild: Melanie Duchene

Nach 36 Jahren bei der Sturzenegger-Stiftung tritt Hortensia von Roda als Präsidentin zurück. Als ihr Nachfolger wurde Stephan Kuhn gewählt, der seit 2018 Mitglied des Stiftungsrates ist.

An der Spitze der Schaffhauser Sturzenegger-Stiftung kommt es zu einem Wechsel: Auch aufgrund einer Altersklausel tritt Hortensia von Roda nach 36 Jahren aus der Sturzenegger-Stiftung aus. Während den vergangenen acht Jahren amtete sie als Präsidentin. Als ihr Nachfolger wurde der Schaffhauser Stephan Kuhn zum neuen Präsidenten gewählt, der seit 2018 Mitglied im Stiftungsrat ist, wie die Sturzenegger-Stiftung in einer Medienmitteilung schreibt.

Von Roda war in der Stiftung vorerst als Kuratorin der Stiftungssammlung, ab 1996 als deren Geschäftsführerin und Mitglied des Stiftungsrats tätig. 2018 wurde sie zur Präsidentin gewählt. Im Museum zu Allerheiligen war sie unter anderem als Kuratorin der Graphischen Sammlung, aber auch als Interims-Leiterin des gesamten Museums nach dem Abgang von Roger Fayet tätig.

Die Stiftung und das Museum zu Allerheiligen

Die Sturzenegger-Stiftung wurde 1987 gegründet und ist nach dem Stifterehepaar Dr. Claire Sturzenegger-Jeanfavre und Dr. Hans Sturzenegger benannt.

Das kinderlose Ehepaar verfügte testamentarisch die Errichtung einer Stiftung, die von Claire Sturzenegger-Jeanfavre bis zu ihrem Tod 1999 begleitet wurde. Neben der Sammlungstätigkeit legte sie grossen Wert auf die Unterstützung von Projekten im Bereich Infrastruktur und Organisation des Museums zu Allerheiligen.

Die Sturzenegger-Stiftung arbeitet im Sinn des Stifterwillens sehr eng mit dem Museum zusammen; insbesondere stimmt sie ihre Sammlungstätigkeit auf die Ziele und Bedürfnisse der verschiedenen Abteilungen des Museums ab.

Hortensia von Roda verantwortete während ihrer Tätigkeit für das Museum eine Vielzahl von Ausstellungen, mehrere Präsentationen von Neuerwerbungen, grosse Einzelausstellungen mit Hans Sturzenegger, Josef Gnädinger und Hansjörg Schweizer, aber auch mit Leiko Ikemura oder Corsin Fontana. Zu ihren thematischen Projekten zählten unter anderem die Ausstellungen «Konferenz der Tiere», «Mythos und Wirklichkeit» und schliesslich die Jubiläumsausstellung «Hodler, Dix, Vallotton» zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung.

Von Roda lässt sich in der Medienmitteilung wie folgt zitieren: «36 Jahre sind eine lange Zeit. Dennoch sind die Jahre wie im Flug vergangen. Es war weitestgehend eine schöne Zeit. Ich hoffe, dass die Stiftung weitere bedeutende Anschaffungen zur Ergänzung der Museumssammlung tätigen wird und dass sie ermöglichen kann, dass das Museum auch in Zukunft relevant bleibt. Der Stiftungsrat in seiner neuen Besetzung ist bestens gerüstet, diese Aufgaben zu bewältigen.»

Der Stiftungsrat hat sie zur Ehrenpräsidentin gewählt. Sie sei der Stifterin Claire Sturzenegger-Jeanfavre sehr nahe gestanden, wisse am besten um den Willen des Stifter-Ehepaars und werde daher auch künftig gefragt bleiben, so die Sturzenegger-Stiftung.

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