In 30 Metern Höhe: Mann baumelt von Baukran – für seine Rettung wird er selbst bezahlen müssen

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Ein an einem Baukran baumelnder Mann hat am Sonntag einen Grosseinsatz mit 34 Einsatzkräften ausgelöst. Symbolbild: Pixabay

Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz erlebten die Schaffhauser Rettungskräfte am Sonntagmorgen. Ein Mann war auf einen Kran geklettert und kam weder rauf noch runter. 

von Ralph Denzel und Julian Blatter

Am Sonntagmorgen meldete eine Spaziergängerin kurz nach 7.30 Uhr der Schaffhauser Polizei, dass sich im Schweizersbild eine Person am Ausleger eines Baukrans befinde und gefährlich hin- und herschwinge.

Und tatsächlich: Wie die Schaffhauser Polizei in einer Meldung schreibt, erblickten ausgerückte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei einen jungen Mann, der 30 Meter über dem Boden an einem Seil hing.

Der 20-Jährige war zwar mit einem Klettergeschirr gesichert, aber «bewegungsunfähig». Eine Polizeisprecherin erklärt auf Nachfrage, dass es dem Mann nicht mehr möglich war, sich selbst aus der Situation zu befreien. Wie lange er dort genau hing, vermag die Polizei nicht zu sagen. «Nicht über Stunden, aber ob es nun 20 oder 40 Minuten waren, wissen wir nicht», so die Sprecherin.

Rettungsaktion in 30 Metern Höhe

Die Tiefenrettung der Städtischen Feuerwehr wurde aufgeboten. Den Spezialisten gelang es, den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. In einer Rettungsaktion seilten sie den 20-Jährigen zunächst auf einen Zwischenboden des sich im Bau befindlichen Gebäudes ab und brachten ihn anschliessend mittels Drehleiter sicher zu Boden.

Der Rettungsdienst brachte den 20-Jährigen anschliessend zur Kontrolle ins Spital. Dem Mann gehe es gemäss den Informationen der Polizei zufolge gut, sagt die Sprecherin.

Mann muss für Grosseinsatz selber blechen

Was den Mann dazu veranlasst hat, an einem Sonntagmorgen mit Ausrüstung auf einen Baukran zu klettern, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Die Polizei kann dazu derzeit noch keine Auskünfte geben. Es hätten aber keine suizidalen Absichten hinter der Aktion gesteckt, erklärt die Sprecherin.

An dem Grosseinsatz, der rund eine Stunde und 45 Minuten dauerte, waren 34 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt. Die Kosten dafür wird der Mann selbst tragen müssen. Und er muss sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

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