Zwei Wochen vor dem Wahltermin: Thomas Moser kandidiert parteilos für den Thaynger Gemeinderat

Sandy Hedinger | 
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Thomas Moser könnte der zweite parteilose Gemeinderat in Thayngen werden. Bild: zVg

Thomas Moser ist bereit, das Schulreferat in einer anspruchsvollen Phase zu übernehmen und setzt auf einen sachlichen Kurs mit klarer Kommunikation, offenem Dialog und dem Ziel, die Schule wieder zu stabilisieren. Die Wahl findet am 26. April statt.

Die Anfrage für eine Kandidatur durch Schulpräsidentin Martina Winzeler habe ihn kurzfristig vor Ostern erreicht, so Thomas Moser. «Ich habe mir diesen Entscheid nicht leicht gemacht», sagt er. «Ich habe in den vergangenen Tagen intensive Gespräche geführt und mir sehr genau überlegt, ob und wie ich diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen kann.» Für Moser ist klar: «Dass sich offenbar kein anderer Kandidat für dieses Amt finden liess, zeigt, wie fordernd das Schulreferat ist.»

«Dass sich offenbar kein anderer Kandidat für dieses Amt finden liess, zeigt, wie fordernd das Schulreferat ist.»

Thomas Moser, Kandidat Gemeinderat Thayngen

Ortsparteien ohne Kandidaten

Eine Anfrage bei den Präsidenten der Ortsparteien der FDP, SVP und SP vor zwei Wochen zeichnet die Aussage Mosers nach. Weder die FDP noch die SVP oder SP zeigten sich zuversichtlich, einen Kandidaten zum Wahltermin am 26. April stellen zu können. Thomas Moser gehört keiner Partei an und könnte nebst Rainer Stamm nun der zweite parteilose Gemeinderat in Thayngen werden.

Echtes Interesse am Thema Schule

Ausschlaggebend für seine Kandidatur sei sein echtes Interesse am Thema Schule. «Mir ist bewusst, dass es rund um die Schule Thayngen derzeit viel Unruhe gibt. Gerade deshalb braucht es aus meiner Sicht eine verlässliche, ansprechbare und lösungsorientierte Führung.» Sein oberstes Ziel sei es, in diesem wichtigen Bereich wieder mehr Ruhe, Klarheit und Vertrauen zu schaffen. «Am Ende geht es um die Kinder und damit um die Zukunft unserer Gemeinde.»

«Am Ende geht es um die Kinder und damit um die Zukunft unserer Gemeinde.»

Thomas Moser, Kandidat Gemeinderat Thayngen

Seine parteiunabhängige Kandidatur verstehe er als Chance, sich konsequent auf die Sache zu konzentrieren und den Dialog mit allen politischen Kräften sowie mit den weiteren Anspruchsgruppen der Schule offen zu führen. «Gerade in einem so sensiblen Bereich braucht es keine parteipolitische Profilierung, sondern einen sachlichen, konstruktiven und verbindlichen Ansatz.»

Kommunikation ist sein Beruf

Beruflich bringt Thomas Moser langjährige Führungs- und Kommunikationserfahrung mit. Er war bis Mitte 2025 während über 18 Jahren für die Cilag AG beziehungsweise Johnson & Johnson tätig, zuletzt als Leiter externe Kommunikation und Public Affairs für die Schweiz. Seit Juli 2025 ist er mit seiner Firma TM Communications als selbstständiger Kommunikationsberater unterwegs. Zuvor war er unter anderem als Journalist und Mediensprecher tätig. Moser ist zudem Mitglied des Präsidiums der Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Schaffhausen IVS und dort für die Kommunikation verantwortlich.

Selbstständig und flexibel

Mit der Schule ist Thomas Moser seit Jahren verbunden: Von 2005 bis 2012 war er Mitglied der Schulbehörde Thayngen. Bis Januar 2026 gehörte er zudem dem Verwaltungsrat der International School of Schaffhausen ISSH an. Auch persönlich ist das Thema Bildung in seinem Umfeld präsent: Sein Bruder ist Bildungsforscher, seine Tochter befindet sich derzeit an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen in Ausbildung zur Lehrperson. Thomas Moser ist 59 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

«Ich zähle auf ein konstruktives Miteinander und auf einen offenen Dialog mit allen wichtigen Anspruchsgruppen – insbesondere auch mit dem Einwohnerrat.»

Thomas Moser, Kandidat Gemeinderat Thayngen

Als selbstständig Erwerbender kann sich Thomas Moser die nötige Flexibilität für dieses Amt eher einrichten als jemand, der in einem festen externen Anstellungsverhältnis steht. Zugleich sagt er offen, dass es Zeit brauchen werde, sich in die zahlreichen Dossiers vertieft einzuarbeiten. «Ich zähle auf ein konstruktives Miteinander und auf einen offenen Dialog mit allen wichtigen Anspruchsgruppen – insbesondere auch mit dem Einwohnerrat.»

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