Schaffhauser Rohre unter São Paulos Strassen: Georg Fischer erhält Auftrag über 100 Millionen Franken
Die Georg Fischer AG hat den grössten Infrastrukturauftrag in der Unternehmensgeschichte an Land gezogen: Für rund 100 Millionen Franken soll das Schaffhauser Unternehmen Rohre für die Modernisierung der Wasserversorgungsnetze in São Paulo, Brasilien, liefern.
Über 45 Millionen Menschen leben in den 375 Gemeinden im Brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Bislang haben 28 Millionen Zugang zu fliessendem Wasser und funktionierenden Abwassernetzen. Bis 2033 soll ausserdem ein universeller Zugang zu Wasser und Sanitäreinrichtungen gegeben sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der südamerikanische Staat viel Geld in die Wasserinfrastruktur investieren. Davon profitiert nun auch die Georg Fischer AG (GF).
Wie das Schaffhauser Unternehmen am Montag in einer Medienmitteilung bekannt gibt, hat es mit dem grössten brasilianischen Wasser- und Abwasserunternehmen Sabesp (Companhia de Saneamento Básico do Estado de São Paulo), einen Vertrag über 100 Millionen Franken unterzeichnet. Der grösste Infrastrukturauftrag in der GF-Geschichte. Es wurde vereinbart, dass die GF während 24 Monaten Polyethylenrohre liefert, die von der Sabesp für die Verbesserung der kommunalen Wassersysteme verwendet werden sollen.
Langjährige Zusammenarbeit
Es sei nicht das erste Mal, dass GF mit der Sabesp zusammenarbeitet, wie das Schaffhauser Unternehmen weiter schreibt: Zuletzt lieferte GF im Jahr 2025 einen Prototypen der NeoFlow Druckmanagement-Kammer nach Brasilien, der verschiedene Technologien von GF, VAG und Uponor vereint.
Die Sabesp wurde 1973 gegründet und 2024 privatisiert. Sie ist Brasiliens grösstes Wasser- und Abwasserunternehmen und eines der weltweit grössten, gemessen an der versorgten Bevölkerung.