Jetzt auch in Neunkirch und Trasadingen: Giftraupe breitet sich weiter aus
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners vermehren sich in einem bisher ungewohnten Ausmass in den Wäldern im Kanton. Jetzt kommen zwei weitere Gemeinden dazu.
Vergangene Woche meldete der Kanton, dass sich die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners im Klettgau verbreiten. Der lokale Forstdienst und Mitarbeiter des Kantonsforstamtes haben in den letzten Tagen im ganzen Kanton Schaffhausen nach weiteren Eichenprozessionsspinnerraupen und deren Gespinstnestern gesucht, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung. Besonderes Augenmerk sei dabei auf Waldspielplätze, Grillplätze und weitere stark frequentierte Plätze und Wege, an denen Eichen wachsen, gelegt worden.
Nun wurden in den Gemeinden Neunkirch und Trasadingen weitere, jedoch kleinere Vorkommen bestätigt. Ferner gab es zusätzliche Funde in den Gemeinden Gächlingen, Siblingen und Löhningen, so der Kanton. «In den weiteren eichenreichen Waldgebieten des Kantons wurden noch keine Befälle durch Raupen des Eichenprozessionsspinners festgestellt.» In stark befallenen Wäldern seien vorsorglich zwei Wanderwegabschnitte gesperrt worden. Dies betrifft die Gebiete Birchbühl, Pflumm und Aachbühl bis Buechebrunne.
Alle gesperrten Wanderwegabschnitte sind online einzusehen.
Bei den gesperrten Abschnitten seien vor Ort entsprechende Umleitungen signalisiert.
Gebiete sollten nicht betreten werden
«Es wird weiterhin davon abgeraten, die befallenen Gebiete zu betreten. Die Raupen besitzen giftige Brennhaare, die bei Hautkontakt schmerzhaften Ausschlag und Atemnot auslösen können», schreibt der Kanton. Die Brennhaare bleiben zudem über mehrere Jahre giftig und können durch den Wind verfrachtet werden.
Eine Bekämpfung im Wald sei aktuell nicht möglich. Bis zur Verpuppung der Raupen ungefähr Ende Juni kann die Belastung durch Brennhaare noch zunehmen. «Wir bitten die Bevölkerung, entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu beachten und sich entsprechend zu schützen.»
