Halbwertszeit abgelaufen: Schaffhauser Pro-AKW-Verein Aves löst sich auf

Lucas Blumer | 
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Wollen mehr Kernkraftwerke wie in Gösgen: die ehemaligen Mitglieder des aufgelösten Vereins Aves Schaffhausen. Bild: Keystone

Der Verein Aktion vernünftige Energiepolitik Schaffhausen hat sich per 8. Mai 2026 aufgelöst. Während mehrerer Jahre hat sich der Verein für die Kernkraft in der Schweiz stark gemacht.

Die Stimme der Schaffhauser Kernkraftfreunde verstummt. Aves Schaffhausen hat sich mangels eines Präsidenten aufgelöst. Der Schaffhauser Verein «Aktion vernünftige Energiepolitik» setzte sich während 15 Jahren für eine «sichere, ausreichende, erschwingliche und klimafreundliche Energieversorgung unter Einbezug der Kernenergie» ein. Dazu veranstaltete der Verein öffentliche Anlässe, wie beispielsweise den Vortrag von Nuklearforum-Geschäftsführer Lukas Aebi, letzten Freitag. Es war die letzte Veranstaltung des Vereins.

Grund dafür war eine fehlende Nachfolgelösung an der Spitze: Der langjährige Präsident von Aves Schaffhausen, Christian von Burg, wollte kürzer treten, eine Nachfolge für das Präsidentenamt konnte nicht gefunden werden, wie der Verein bereits an seiner letzten Veranstaltung bekannt gab. 

Mitglieder treten Energieclub Schweiz bei

Mangels eines Präsidenten oder einer Präsidentin bliebt deshalb nur die Auflösung des Vereins. Man habe sich dafür entschlossen, sich dem Energieclub Schweiz anzuschliessen, wie der ehemalige Präsident Christian von Burg in einer Medienmitteilung schreibt. Der nationale Verein verfolgt ähnliche Ziele wie Aves und war massgeblich an der Lancierung der Blackout-Initiative beteiligt, die voraussichtlich 2027 eine Abstimmung über das Neubauverbot für AKW zur Folge haben wird.

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