Schaffhauser Sonderschulen wachsen stark: Jahresrechnung resultiert deutlich im Minus

Lucas Blumer | 
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Sonderschule Granatenbaumgut an der Stimmerstrasse, am Donnerstag, 06. Mai 2023. (Melanie Duchene / Schaffhauser Nachrichten)
Unter anderem, weil der Verein Friedeck seine Angebote aufgab, machen die Schaffhauser Sonderschulen 2025 deutlich Verlust. Symbolbild: Melanie Duchene

Die Schaffhauser Sonderschulen blicken auf ein intensives 2025 zurück. Der Jahresbericht zeigt: Die Institution ist stark gewachsen, hat neue Angebote aufgebaut und schliesst finanziell mit einem deutlichen Verlust ab.

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, als der Verein Friedeck überraschend seine Betreuungsangebote für Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufgab. Aus «finanziellen Gründen», wie Anfang April 2025 kommuniziert wurde. Für die Kinder, die bislang die Time-out-Klasse, die Sonderschule, die Tagesstruktur und die Wohngruppe besuchten, musste eine neue Lösung gefunden werden.

Die Schaffhauser Sonderschulen sprangen in die Bresche und schufen innerhalb weniger Monate unter «enormem Zeitdruck» ein neues Schulangebot mit Tagesstruktur für Kinder und Jugendliche mit stark herausforderndem Verhalten am Bleicheplatz. Gleichzeitig wurde das bestehende Angebot der Time-out-Klassen am gewohnten Standort an der Lärchenstrasse ohne Unterbruch weitergeführt.

Das führte zu einem deutlichen Ausbau der Organisation: Es kamen zwei neue Standorte dazu und rund 30 neue Vollzeitstellen wurden geschaffen, sodass Ende 2025 insgesamt 587 Personen bei den Sonderschulen arbeiten.

1,8 Millionen Franken im Minus

Das Angebot ausbauen und neues Personal einstellen ist auch finanziell aufwendig. Insbesondere der Aufbau der Schule am Bleicheplatz habe sehr hohe
Projekt- und Infrastrukturkosten verursacht. Dazu kommen Investitionen in die IT-Infrastruktur, wie der Ersatz von 250 Notebooks und die Einführung einer neuen Schulsoftware.

Schlussendlich schliessen die Schaffhauser Sonderschulen das Jahr 2025 mit einem Minus von 1,844 Millionen Franken ab.

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