Leiter des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes verlässt Posten Knall auf Fall

Schaffhauser Nachrichten | 
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Jan-Christoph Schaefer gibt die Chefarztposition beim KJP auf. Bild: zVg

Der Leiter des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) der Spitäler Schaffhausen hat seinen Posten als Chefarzt aufgegeben. Jetzt wird ein Nachfolger gesucht. Hat das mit aufgekommener Kritik zu tun?

Jan-Christoph Schaefer hat seine Funktion als Chefarzt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) per 1. Dezember abgegeben. Das teilten die Spitäler Schaffhausen in einer Medienmitteilung mit. Er leitete den KJPD seit 2016. Bernd Krämer, Leiter der Psychiatrischen Dienste der Spitäler Schaffhausen, übernimmt per sofort bis zur Neubesetzung der Stelle ad interim die Chefarztposition im KJPD. Jan-Christoph Schaefer soll dem KJPD weiterhin als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie erhalten bleiben und das Team unterstützen. 

Der Wechsel kommt nach einiger Kritik: Laut der Schaffhauser AZ laufe seit vergangenem Sommer eine externe Untersuchung gegen die Fachstelle des Spitals. Auftraggeber ist das Gesundheitsamt. Der Auslöser: Fachpersonen aus dem Kinder- und Jugendbereich sollen strukturelle Mängel kritisiert haben. So soll es problematische Prozesse im KJPD gegeben haben, das dort implementierte Triage-System, also die Einschätzung der Dringlichkeit eines psychiatrischen Notfalls, solle ebenfalls nicht gut funktionieren. Der KJPD stelle oftmals keine Diagnose, sondern erkläre die Probleme eines Kindes für sozial oder schulisch indiziert und leite daraus entsprechende – nichtmedizinische – Massnahmen ab.

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