Schon bald geht es los: Astra gibt Baustart für Fäsenstaub-Sicherheitsstollen bekannt

Fabian Babic | 
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Fᅢᄂsenstaubtunnel, fotografiert am Dienstag, 04. Mᅢᄂrz 2025, in Schaffhausen. (Roberta Fele / Schaffhauser Nachr
Die Tunnelröhre soll während der Bauzeit grundsätzlich in Betrieb bleiben, kündigt der Bund an. Bild: Roberta Fele

Sieben Jahre soll es dauern, bis der Sicherheitsstollen für den Fäsenstaubtunnel errichtet ist. Die Bagger fahren schon bald auf.

Zahlreiche politische Kräfte haben in den vergangenen Monaten dafür gekämpft, den Bau des Sicherheitsstollens zu verhindern – vergeblich. Erst kürzlich kam das Machtwort aus Bern: Statt einer zweiten Röhre gibt es zuerst einen Sicherheitsstollen. Nun hat das Bundesamt für Strassen (Astra) die ersten Schritte konkretisiert.

Und es zeigt sich: Das Astra gibt Gas. Der Baustart soll bereits im Januar 2027 erfolgen, heisst es in der am Montag publizierten Mitteilung. Was auch schon klar ist: Die Baustelle wird das Ortsbild über längere Zeit prägen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund sieben Jahre.

Astra warnt vor Verkehrsproblemen

Gebaut wird von Norden und Süden her. Der Vortrieb erfolgt unterirdisch. Der Sicherheitsstollen unterquert Wohn- und Arbeitsquartiere, Strassen, Werkleitungen sowie im Bereich des Südportals auch Bahnlinien. Der neue Stollen wird über neun Querverbindungen mit der bestehenden Röhre verbunden. So können Verkehrsteilnehmende den Tunnel im Notfall über die Notausgänge verlassen und durch den Stollen ins Freie gelangen. Der Stollen ist als begehbarer Fluchtweg konzipiert und wird nicht für den normalen Fahrzeugverkehr genutzt.

So soll der Sicherheitsstollen verlaufen. Visualisierung: zVg/Astra

Am Freitag hat das Astra bereits die Baumeisterarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Sobald das Submissionsverfahren abgeschlossen und der Auftrag für die Arbeiten vergeben ist, will das Astra über die nächsten Schritte informieren.

Während der Bauzeit soll die Tunnelröhre «grundsätzlich in Betrieb» bleiben, heisst es in der Mitteilung. Tagsüber sind keine Sperrungen vorgesehen. Arbeiten, die eine Sperrung erfordern, sollen möglichst nachts durchgeführt werden.

Das Astra warnt allerdings: Es könne dennoch zu Einschränkungen für Verkehrsteilnehmende, Anwohnende und Gewerbebetriebe kommen. «Dazu gehören je nach Bauphase lokale Verkehrsführungen, Baustellenverkehr, Lärm oder Erschütterungen.» Über besondere Einschränkungen werde das Astra frühzeitig informieren.

Zweiter Tunnel muss warten

Anlass für den baldigen Bau des Sicherheitsstollens ist die Nationalstrassen-Abstimmung vom November 2024. Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten versenkte die Vorlage und somit die zweite Fäsenstaubröhre. Diese hätte im Notfall auch als Fluchttunnel gedient. Um die Sicherheit im Tunnel nun zu gewährleisten, sieht sich das Astra dazu veranlasst, den Stollen zu bauen.

Es hält allerdings fest: «Der Stollen wird so geplant und gebaut, dass ein späterer Ausbau auf eine vollwertige zweite Tunnelröhre möglich wäre, sollte das Projekt reaktiviert werden.» Bis es aber so weit wäre, kann es noch dauern. Derzeit plant der Bund, das Projekt spätestens bis 2045 in Angriff zu nehmen.

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