Autohändler und Tochter beim versuchten Export-Betrug an Ramsemer Grenze erwischt
Ein Schweizer Autohändler und seine Tochter wurden beim Versuch erwischt, ein Auto deutlich unter Wert nach Deutschland zu exportieren. Das Vater-Tochter-Duo wurde von einem Online-Inserat überführt.
Wer ein Schweizer Auto nach Deutschland exportieren will, muss gewisse Abgaben, basierend auf dem Wert des Autos, bezahlen. Diese Abgaben wollten ein Schweizer Autohändler und seine 30-jährige Tochter reduzieren, indem der Vater der Tochter eine Fahrzeugbewertung ausstellte, die deutlich unter dem eigentlichen Marktwert des Autos lag.
Wie das Hauptzollamt Singen mitteilt, erschienen der Vater und die Tochter Anfang Mai auf dem Zollamt Rielasingen an der Grenze zu Ramsen, wo sie für die Verzollung einen Fahrzeugwert von rund 6000 Euro beantragten. Basierend auf der Fahrzeugbewertung des Vaters, der das Auto mit 8000 bis 8900 Schweizer Franken bewertete.
Online-Inserat überführt Betrüger
Die Zöllner überprüften den Betrag und stellten fest, dass vergleichbare Autos für deutlich höhere Preise gehandelt werden. Sämtliche Zweifel um den tatsächlichen Wert des Autos wurden schliesslich beiseitegeräumt, als die Zöllner ein Online-Inserat für genau dasselbe Auto entdeckten, in dem es für rund 18'000 Franken angeboten wird. Damit konfrontiert, hätten sich Vater und Tochter in Widersprüche verstrickt.
Im Anschluss wurde ein Steuerstrafverfahren gegen die Frau eingeleitet. Nachdem sie die Abgaben in Höhe von 6100 Euro bezahlt hatte, konnte sie ihre Fahrt fortsetzen. Hätten die Zöllner den Wert des Autos nicht überprüft, hätte sie rund 4200 Euro weniger bezahlen müssen. Auf Autos gilt derzeit ein Zollsatz von 10 Prozent, hinzu kommen noch 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer.